Hallescher FC
1
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1.FC Saarbrücken
  Hallescher FC Offiziell
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  1.FC Saarbrücken Offiziell
3. Liga 13/14 - Samstag, 2.November 2013, 14.00 Uhr
Spielort: Erdgas Sportpark, Halle/Saale
Zuschauer: 7.007
HFC: Kleinheider - Baude, Kojola, Franke, Ziebig - Brügmann, Zeiger (84.Becken) - Gogia - Lindenhahn (69.Schick), Bertram - Merkel

FCS: T.Ochs - Forkel, Fischer, Knipping, Stegerer - Falkenberg, Hoffmann (62.Deville) - R.Korte, Göcer (75.Rathgeber) - Plut (80.Schneider), Ziemer
Tore:
1:0 Bertram (35., Handelfmeter),
1:1 Deville (88.)

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)

Auf dem Rückweg von Cottbus nach Bochum wurde ein etwa 30 km langer Umweg gemacht, um endlich einmal den Halleschen FC und sein Stadion abhaken zu können. Den Beweis, dass im Osten die Uhren noch etwas anders ticken, bekam man gleich bei der Ankunft am ehemaligen Kurt-Wabbel-Stadion serviert. Beim Fotografieren des Außenbereiches am Stadion bekam man von den gerade angekommenen heimischen Ultras gleich höflich aber strikt den Hinweis, dass man den Fanbereich des HFC nicht zu betreten hat. Das hatten wir sowieso nicht vor, aber egal. An diesem 15. Spieltag in der 3. Liga empfing der Tabellenzwölfte, der heimische Hallesche FC, den Tabellenvorletzten, den 1. FC Saarbrücken. Das 1:1 war am Ende für die Gäste äußerst schmeichelhaft. Die Gastgeber hatten nämlich dieses Spiel über weite Strecken absolut dominiert und vergaßen eigentlich nur das Toreschießen. Der vom VfL Bochum ausgeliehene Sören Bertram erzielte kurz vor der Pause per Handelfmeter das hochverdiente Führungstor für die Hallenser. Irgendwie schienen sich die Gastgeber aber ein bisschen zu sicher zu sein, dass sie irgendwann das zweite, entscheidende Tor erzielen werden und gingen viel zu fahrlässig mit ihren vielen Großchancen um. In der Schlussphase waren die Hallenser dann viel zu passiv und ließen die Gäste wieder ins Spiel kommen. Diese ließen sich auch nicht zwei Mal bitten und drückten in den letzten Minuten auf den Ausgleich, und kamen zwei Minuten vor dem Ende durch den eingewechselten Deville zum insgesamt sehr schmeichelhaftem Ausgleich. 

Der "Hallesche Fußballclub" entstand, wie fast alle Klubs in den neuen Bundesländern, aus mehreren Fusionen und/oder Umbenennungen. Am 26. Januar 1966 schließlich wurde der "Hallesche Fußballclub Chemie" gegründet. Als nach der deutschen Wiedervereinigung und den damit verbunden wirtschaftlichen Veränderungen die finanzielle und logistische Unterstützung der regionalen Chemieindustrie eingestellt werden musste, nannte man sich 1991 in "Hallescher FC" um. Der "HFC" spielte von 1965 bis 1984 und von 1987 bis 1991 in der DDR-Oberliga, also der damals höchsten Spielklasse in der DDR. In der letzten Spielzeit 1990/91 der "NOFV-Oberliga" wurde man Vierter und qualifizierte sich dadurch für die 2. Bundesliga und den UEFA-Cup. Nach nur einer Saison im Profifußball stieg man direkt wieder ab und spielte bis 2012 im Amateurfußball. Dann gelang erstmals der Aufstieg in die 3. Liga und in der vergangenen Saison 2011/12 der Klassenerhalt. In der Winterpause 91/92, also in der bislang einzigen Zweitligasaison, verließ ein gewisser Dariusz Wosz den Halleschen FC und wechselte zum VfL Bochum. Der Name Wosz ist beim Halleschen FC immer noch präsent. Neben zwei Ladenlokalen in Halle und Leipzig betreibt der "Wosz Fanshop" auch das Merchandising des Halleschen FC.