DSC Wanne-Eickel
1
:
3
DJK TuS Hordel
  DSC Wanne-Eickel Offiziell
:
  TuS Hordel Offiziell
Westfalenliga 13/14 - Samstag, 7.Dezember 2013, 14.00 Uhr
DSC Wanne-Eickel - TuS Hordel (1:0) 1:3

Spielort: Mondpalast-Arena, Wanne-Eickel
Zuschauer: 150
DSC: Kurz - Basol, Stöhr, Nolte, Celebi (83.Helwig) - Tomaschewski, Bazylin - Aydin, Kaya, Esen - Oberc
TuS: Kampschäfer - Sell, Büscher, Bakenecker, Severich (90.Woischnik) - Barrera, Debski - Hoffmann (65.Berlinski), K.Rudolph, Dragicevic (79.Seifert) - Ginczek
Tore:
1:0 Tomaschewski (38.),
1:1 K.Rudolph (49.),
2:1 Ginczek (73.),
3:1 Ginczek (78.)
Schiedsrichter: Jörn Schäfer (Iserlohn)

An diesem nebligen und nassen Samstag Nachmittag stand ein vorgezogenes Spiel der sechstklassigen Westfalenliga auf dem Programm. Zum zweiten Rückrundenspieltag und zum letzten Spiel vor der Winterpause empfing der DSC Wanne-Eickel in der heimischen Mondpalast-Arena die DJK TuS Hordel. "Das Duell der Nachbarn" stand auf dem Spielankündigungsplakat des DSC Wanne-Eickel. Tatsächlich liegen zwischen den beiden Stadien gerade einmal etwa 4 km, oder ca. 9 Autominuten. Der DSC Wanne-Eickel lag vor diesem Duell nur knapp vor den Abstiegsplätzen (allerdings sind die drei Teams, die derzeit auf den Abstiegsplätzen stehen, punktemäßig schon ziemlich abgeschlagen), hatte aber am vergangenen Wochenende mit 3:1 beim direkten Konkurrenten Westfalia Wickede gewonnen, während die DJK TuS Hordel vor diesem Spiel zwar auf dem dritten Tabellenplatz stand, aber vor einer Woche dem Hombrucher SV an der heimischen Hordeler Heide mit 1:4 unterlegen war.

Genau unter diesen Vorzeichen verlief die erste Halbzeit, die die Gastgeber aus Wanne-Eickel sehr selbstbewusst auftraten und das Spiel eindeutig dominierten und nur das Tore schießen vergaßen. Kurz vor der Pause gelang dem DSC dann aber doch noch der mehr als verdiente Führungstreffer. Erst kurz vor dem Pausenpfiff hatte die DJK TuS Hordel ihre erste Torchance der Partie, traf allerdings nur den Pfosten. Das schien das Startsignal für Aufholjagd zu sein. Denn in der zweiten Halbzeit sah man von Beginn an ein ganz auftretendes Team aus Hordel, das jetzt das Spiel beherrschte. Kurz nach dem Wiederanpfiff gelang der Ausgleich, nach mehreren "wütenden" Angriffen, denen die Gastgeber nichts entgegenzusetzen hatten. Etwa eine Viertelstunde vor dem Ende war es dann wieder einmal Hordels bester Torschütze, Dawid Ginczek, der mit einem Doppelpack das Spiel endgültig zu Gunsten der Gäste drehte. Damit überwintert die DJK TuS Hordel jetzt also ganz oben in der Tabelle der Westfalenliga, während der DSC Wanne-Eickel ganz unten, aber mit großem Vorsprung auf die Aufstiegsplätze.

Der "Deutsche Sportclub Wanne-Eickel" wurde erst 1969 gegründet und ging aus dem "TB Eickel" hervor, also zu einer Zeit, als Wanne-Eickel noch eine eigenständige Stadt war (1975 wurde Wanne-Eickel in die Stadt Herne eingemeindet). Die Fußballabteilung des DSC entstand allerdings erst 1971 und startete in der damals noch drittklassigen Verbandsliga Westfalen. 1978 glückte der bislang sportlich größte Erfolg, als der DSC Wanne-Eickel unter Trainer Günter Luttrop in die 2. Bundesliga aufstieg. Das erste Zweitligajahr beendete man mit einem 13. Tabellenplatz. Auch im zweiten Jahr (Platz 11) konnte sportlich die Klasse gehalten werden; allerdings gab der Verein anschließend aus finanziellen Gründen die Lizenz zurück. Von 1980 bis 1993 gehörte man der damals noch drittklassigen und später viertklassigen Oberliga Westfalen an, wurde dort 1984/85 sogar einmal Vizemeister. Danach folgten zwei Jahre in der damals fünftklassigen Verbandsliga Westfalen. Tiefpunkt war der Abstieg in die Landesliga 2003. Seit 2005 spielen die DSC-Fußballer wieder in der Verbandsliga, die seit der Saison 2008/09 Westfalenliga heißt und nur noch die sechsthöchste Spielklasse im Ligensystem des deutschen Fußballs darstellt. 2006 war der DSC Wanne-Eickel Meister der Verbandsliga Westfalen geworden und hatte somit sportlich den Aufstieg in die Oberliga Westfalen geschafft. Allerdings bekam man keine Oberliga-Lizenz, da notwendige Lizenzierungsunterlagen nicht beim Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen eingereicht worden waren.