Cronenberger SC
5
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2
VfB Speldorf
  Cronenberger SC Offiziell
:
  VfB Speldorf Offiziell
Oberliga Niederrhein 13/14 - Mittwoch, 21.August 2013, 19.00 Uhr
Cronenberger SC - VfB Speldorf (3:1) 5:2

Spielort:
Horst-Neuhoff-Sportplatz, Wuppertal
Zuschauer: 120
CSC: Kroon - Hastenrath, M.Bach, Paland, Perne, Korkmaz (61.S.Bach), Becker, Hähner, Kasperek (75.Quinke), Ernsten (70.Mujkanovic), Schättler
VfB: Strzys - Er, Ozan, Balaj (67.Bayraktar), Seidel, Berisha (46.Mazlumovski), Scheidemann, Schindler, Atas, Fritzsche (55.Soldin), Mutlu
Tore:
1:0 Korkmaz (25., Foulelfmeter),
2:0 Hähner (28.),
3:0 Ernsten (40.),
3:1 Balaj (45.),
4:1 Perne (75.),
5:1 Schättler (84.),
5:2 Mazlumovski (85.)
Schiedsrichter: André Berger (Remscheid)

In der ersten Runde des Niederrheinpokals 2013/2014 empfing der heimische, derzeit in der sechstklassigen Landesliga spielende Cronenberger SC am wunderschönen Horst-Neuhoff-Sportplatz den fünftklassigen Oberligisten VfB Speldorf. Und es gab nicht den erwarteten Favoritensieg, sondern eine deutliche Abreibung für den Favoriten aus Mülheim an der Ruhr. Bis zur 25. Minute hatte es ausgesehen, als ob sich das klassenhöhere Team durchsetzen würde, denn der VfB Speldorf spielte bis dahin nicht überlegen, aber bestimmte das Spiel und kam zu einigen guten Gelegenheiten. In dieser 25. Minute gingen die Gastgeber dann durch einen Foulelfmeter mit 1:0 in Führung, und nur drei Minuten erhöhten sie per Kopf nach einer Ecke sogar auf 2:0. Als Ernsten kurz vor der Pause sogar noch auf 3:0 erhöhte, hätte es eigentlich auch schon 5:0 für die Gastgeber stehen können, die die Gäste aus Mülheim inzwischen nach Belieben beherrschten. Mit dem Pausenpfiff fiel dann doch noch der zu diesem Zeitpunkt überraschende Anschlusstreffer für den VfB Speldorf. 

Nach den Seitenwechsel warfen die Gäste dann natürlich alles nach vorne, aber viel mehr als ein Hand voll gefährliche Torschüsse sprang dabei nicht heraus. So brachte dann ein Konter in der 75. Minute mit dem 4:1 die endgültige Entscheidung in diesem Spiel und damit das endgültige Aus für den VfB Speldorf in dieser Saison im Niederrheinpokal. Die Fans des Cronenberger SC, die die überlegene Führung mit "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin"-Rufen feierten, konnten sogar noch das 5:1 für ihr Team bejubeln. Eine Minute später sorgten die Gäste aus ihrer Sicht wenigstens noch für etwas Ergebniskosmetik und verkürzten noch einmal auf 5:2.

Der "Cronenberger SC" wurde am 5. Juli 1902 gegründet, als Cronenberg noch eine eigenständige Stadt war. Seit 1929 gehört die Gemeinde als Stadtteil zu Wuppertal. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Klub die erfolgreichste Epoche seiner Vereinsgeschichte. 1951 nahm der "CSC" als Niederrheinmeister am Halbfinale zur Deutschen Amateurmeisterschaft teil. Im "Stadion am Zoo" unterlag man aber dem späteren Amateurmeister "Bremen 1860" mit 0:2. Nur ein Jahr später standen sich beide Teams erneut in Wuppertal gegenüber. Doch dieses Mal konnte der "CSC" mit einem 1:0 die Begegnung für sich entscheiden. Das nachfolgende Endspiel um die Deutsche Amateurmeisterschaft ging mit 2:5 gegen den VfR Schwenningen verloren. Über 80.000 Zuschauer verfolgten diese Partie im Ludwigshafener Stadion. Nach vielen Jahren in der sportlichen Versenkung gelang 2003 der Aufstieg in der Verbandsliga Niederrhein und nach Auflösung dieser 2009 der Aufstieg in die Landesliga Niederrhein. 2012 gelang sogar der Aufstieg in die fünftklassige Oberliga Niederrhein, aber nach nur einer Saison war das Abenteuer schon wieder beendet, und seit dieser Saison spielt man wieder in der sechstklassigen Landesliga Niederrhein.

Der VfB Speldorf ist mittlerweile die Nummer Eins im Fußball in Mülheim an der Ruhr, nachdem über Jahrzente eigentlich der 1.FC Mülheim, der jahrelang zweitklassig war und sogar ein paar Jahre in der 2.Bundesliga spielte, der Vorzeigeverein der Stadt war. Seit fast sechs Jahren sorgt der VfB Speldorf wieder für positive Schlagzeilen im Mülheimer Amateurfußball. 2005 wurde man Meister der Niederrheinliga und stieg dadurch in die viertklassige Oberliga Niederrhein auf und schaffte zwei Mal den Klassenerhalt, bevor man wieder abstieg. 2009 gelang erneut der Meistertitel der Niederrheinliga und diesmal die Qualifikation für die fünftklassige NRW-Liga. Dazu gewann man 2009 den Niederrhein-Pokal (im Finale gegen Rot-Weiß Essen) und qualifizierte sich erstmals für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals, wo man in der MSV-Arena Rot-Weiß Oberhausen 0:3 unterlag. In der Saison 09/10 erreichte man einen respektablen achten Platz in der NRW-Liga und darf seit Herbst 2010 als klassenhöchster Klub der Stadt im größten Stadion der Stadt, im Ruhrstadion Mülheim, spielen. Nach Auflösung der NRW-Liga spielt man seit 2012 in der fünftklassigen Oberliga Niederrhein.