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2.Bundesliga 12/13 - Freitag, 1. Februar 2013, 18.00 Uhr
VfR Aalen - VfL Bochum (0:1) 2:2

Spielort: Scholz-Arena, Aalen
Zuschauer: 5.211
VfR: Fejzic - Traut, Kister, Barth, Buballa - A.Hofmann (71.Junglas), Leandro - Lechleiter, Dausch (90.+1 Reichwein), Valentini - Cidimar (82.Klauß)

VfL: Luthe - Rothenbach, Maltritz, Sinkiewicz, Chaftar - Kramer, Goretzka - Freier, Ortega (23.Iashvili), Rzatkowski (87.Acquistapace) - Dedic (56.Scheidhauer)
Tore:
0:1 Rzatkowski (25., Linksschuss, Vorarbeit Iashvili),
1:1 Cidimar (47., Rechtsschuss, Barth),
1:2 Goretzka (51., Kopfball, Freier),
2:2 Lechleiter (71., Linksschuss, Junglas)
Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Im ersten Pflichtspiel nach der Winterpause trat der VfL Bochum an diesem Freitag Abend zum allerersten Mal in seiner Vereinsgeschichte beim VfR Aalen an. Es war für den VfL allerdings schon das zweite Spiel im Aalener Waldstadion, so wie das Stadion vor der Umbennung noch so schön hieß. Vor der Saison 2004/2005 trat man hier am 26. Juli 2004 im DFB-Ligapokal gegen den VfB Stuttgart an und unterlag damals deutlich mit 0:3 (u.a. durch zwei Tore von Cacau) vor etwa 11.000 Zuschauern. In wenigen Tagen muss der VfL Bochum wiederum ganz in der Nähe von Aalen, eben bei jenem VfB Stuttgart antreten, im Viertelfinale des DFB-Pokals. So schließt sich der Kreis wieder.

Im Hinspiel im Ruhrstadion hatte der VfL sehr unglücklich gegen clever agierene Gäste von der Schwäbischen Alb verloren, durch ein spätes Siegtor von Kevin Kampl, der erst zu Saisonbeginn nach Aalen gekommen war und ein paar Tage später, kurz vor Ende der Wechselfrist, noch für ca. 3 Millionen Euro an Red Bull Salzburg verkauft wurde. Den VfR Aalen kann man nach den ersten 19 Spielen mit Recht als DAS Überraschungsteam der 2.Bundesliga bezeichnen. Der Klub aus Baden-Württemberg, der in der vergangenen Saison zum allerersten Mal in den Profifußball aufstieg, liegt nach etwas mehr als der Hälfte der Saison auf einem sensationellen fünften Tabellenplatz, nur vier Punkte hinter dem 1.FC Kaiserslautern, der derzeit auf dem Relegationsplatz steht.

Also ging der VfL Bochum eigentlich als 15. der aktuellen Tabelle der 2.Bundesliga als Außenseiter in dieses Spiel. Auf der anderen Seite sorgte der Schlussspurt des VfL Bochum am Jahresende für Eindruck. Die ersten beiden Hinrundenspiele, die noch im alten Jahr ausgetragen wurden, gewann man jeweils sehr souverän (3:0 bei Dynamo Dresden und 4:0 gegen den SC Paderborn) und fuhr so als aktueller Spitzenreiter der Rückrundentabelle ins Schwabenland. Der VfR Aalen selbst hatte das letzte Heimspiel des Jahres 2012 mit 0:1 gegen den sich ebenfalls im Abstiegskampf befindenden MSV Duisburg verloren, aber gewann das letzte Spiel des alten Jahres mit 1:0 auf dem Betzenberg beim 1.FC Kaiserslautern.

Vor diesem Spiel wäre ich persönlich mit einem Unentschieden beim schwäbischen Überraschungsteam dieser Saison hochzufrieden gewesen, nach dem Spiel war ich aber dennoch etwas über das insgesamt verdiente Remis enttäuscht. In der ersten Halbzeit hatte der VfL Bochum das Spiel kontrolliert, ohne offensiv groß überzeugen zu können. Nach 25 Minuten kamen die Gäste dann zur überraschenden aber nicht unverdienten Führung, als Marc Rzatkowski den Ball schön ins rechte untere Eck schlenzte, nach Vorarbeit von Alexander Iashvili, der vor gerade einmal zwei Minuten für den verletzten Ortega ins Spiel gekommen war.

So blieb es auch zur Halbzeit, aber kurz nach dem Wiederanpfiff befand sich die Defensive des VfL Bochum wohl vom Kopf her noch in der Kabine. Ein kollektiver Schlaf der Defensive ermöglichte dem Brasilianer Cidimar den Ausgleich zum 1:1 in der 47. Minute. Aber wenigstens nahm das vorher eher langweilige Spiel jetzt etwas Fahrt auf und es dauerte nur weitere vier Minuten, bevor die Gäste erneut in Führung gingen. Leon Goretzka köpfte sein drittes Saisontor nach schöner Vorarbeit von Slawo Freier, der den erneut verletzten Mirkan Aydin vertrat. Kurz danach hatte Goretzka nach einem sehr schön vorgetragenen Konter die Entscheidung auf dem Fuß, aber scheiterte vor allem an dem völlig durchnässten Rasen. Jetzt warfen die Gastgeber natürlich alles nach vorne, und die Gäste kamen kaum noch zu Entlastungsangriffen. In der 71. Minute staubte Aalens Torjäger Lechleiter einen von Luthe zu kurz abgewehrten Ball zum 2:2 ab. Anschließend passierte nicht mehr viel und es blieb beim Unentschieden, mit dem beide Teams wohl ganz gut leben können.