Wuppertaler SV   
 
2
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 Rot-Weiss Essen
  Wuppertaler SV Offiziell
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  Rot-Weiss Essen Offiziell
Regionalliga West 12/13 - Samstag, 24.November 2012, 14.00 Uhr
Wuppertaler SV - Rot-Weiss Essen (0:0) 2:2

Spielort: Stadion am Zoo, Wuppertal
Zuschauer: 5.480
WSV: Semmler - Schumacher, Meier, Reichert, Wiwerink - El Hammouchi, Fleßers - Neppe (83.Cornelius), Boztepe (74.Quotschalla), Moosmayer - Knappmann (90.Wassinger)

RWE: Lamczyk - Dombrowka, Laletin, Rodenberg, Guirino (83.Tokat) - Heppke, Pires-Rodrigues (61.Lemke) - K.Avci, Grund - Koep (73.Ellmann), Sawin
Tore:
1:0 Rodenberg (52., Eigentor),
2:0 Knappmann (62.),
2:1 Heppke (69.),
2:2 Sawin (79.)
Schiedsrichter: Thorben Siewer (Drolshagen)
Bes. Vorkommnisse: Semmler hält Foulelfmeter von Ellmann (90. + 3)

An diesem trüben November-Samstag stand der alljährliche Besuch beim Wuppertaler SV an. Mit dem Spiel gegen Rot-Weiss Essen hatte ich mir wohl, zumindest von der Atmosphäre her, das interessanteste Saisonspiel des WSV ausgesucht, denn das Duell mit RWE hat doch für beide so etwas wie Derbycharakter. Beide Klubs sind sich in den letzten Jahren beim Kampf um den Aufstieg oder beim Kampf gegen den Abstieg oft begegnet und so sieht man im jeweils anderen Verein einen der größten Rivalen, obwohl beide Klubs traditionell eigentlich andere Klubs als allergrößte Rivalen haben. Ungefähr die Hälfte der Zuschauer war an diesem Nachmittag den Gästen zuzuordnen. Die Gästeanhänger legten einen starken Dauersupport hin, den die meisten Szenen der Zweitligaklubs weder von der Masse der Leute noch von der Lautstärke hinbekommen. Da konnte der kleine Stimmungskern der Wuppertaler, der sich heftig bemühte dagegenzuhalten, zumindest von der Lautstärke her kaum mithalten.

Die erste Halbzeit war genauso trübe wie das Wetter, denn es gab kaum Torchancen auf beiden Seiten. Eine leichte optische Überlegenheit und die besseren Tormöglichkeiten kann man immerhin den Gästen aus Essen zuschreiben. So richtig Fahrt nahm das Spiel dann eigentlich erst ab der 52. Minute auf, als Essens Rodenberg nach einer Ecke des WSV einen Kopfball von Wuppertals Mittelstürmer Christian Knappmann unglücklich ins eigene Tor lenkte. Von dieser Sekunde an war es ein komplett anderes Spiel, nämlich jetzt war es ein packendes und spannendes Derby, bei dem auch endlich die Zuschauer endlich richtig mitgingen. 10 Minuten nach dem Führungstor erhöhte der bis dahin offensiv total harmlose WSV sogar auf 2:0. Nach einem Freistoß von rechts köpfte wiederum Knappmann ein. Kurz danach verpassten die Gastgeber die große Chance zum entscheidenden 3:0. Stattdessen kamen die Gäste quasi im Gegenzug wieder auf 2:1 heran, ebenfalls nach einem Freistoß. Zehn Minuten später kamen die Essener sogar zum Ausgleich, und jetzt wurde es richtig packend, denn beide Teams wollten den Sieg. In der 3. Minute der Nachspielzeit gab es dann den Höhepunkt dieses Spiels, als Schiedsrichter Siewer tatsächlich noch Elfmeter für RWE gab. Wuppertals Keeper Semmler soll im Strafraum ein Foul begangen haben, hielt den Strafstoß anschließend aber bravorös. Das Unentschieden ging letzendlich wohl in Ordnung.