Sint-Truidense VV
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     KV Kortrijk     
  VV St.-Truiden Offiziell
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  KV Kortrijk Offiziell
1.Liga Belgien 11/12 - Samstag, 14.Januar 2012, 20.00 Uhr
Sint-Truidense VV - KV Kortrijk (0:0) 0:0

Spielort: Stadion Stayen, Sint-Truiden
Zuschauer: 6.000
STVV: Verhulst – Buysens, Euvrard, Kotysch, Iandoli – Delorge, Mennes (90.Schoofs), Daeseleire (83.Rymenants), Daerden - Schouterden (74.Menga), Dufer
KVK: Van Hout - Capon, Zukanovic, Martin, Oussalah - Demets, Pavlovic, Messoudi (80.Dejaeghere), Czvitkovics (67.Veselinovic) - Joseph-Monrose, Chavarria (74.Wijns)
Tore:
keine
Schiedsrichter: Christophe Delacour

Über Köln und Aachen wurde nach etwas mehr als 1,5-stündiger Autofahrt von Bochum aus das belgische Sint-Truiden erreicht. Und auch im zweiten Spiel des Jahres gab es noch kein Tor. In der belgischen Eliteliga erkämpfte sich der Tabellenletzte VV Sint-Truiden mit einer leidenschaftlichen Leistung ein 0:0 gegen den derzeit Viertplatzierten KV Kortrijk. Insgesamt war es ein Spiel auf sehr mäßigem Niveau. Die Gastgeber waren wie schon geschrieben sehr kämpferisch eingestellt und sehr bemüht, aber insgesamt doch viel zu harmlos und kamen zu keiner einzigen wirklich gefährlichen Torchance. Man merkte ihnen den Tabellenstand und die Unsicherheit auf Grund von gerade einmal zwei Siegen in 20 Saisonspielen deutlich an. Die Gäste konnten während der 90 Minuten kein einziges Mal andeuten, warum sie in der Jupiler Pro League derzeit ganz oben in der Tabelle stehen. Immerhin schossen sie das einzige Tor der Partie, das aber wegen Abseits nicht gegeben wurde.

Das "Stayen" in Sint-Truiden wird derzeit umgebaut und besteht deshalb im Moment nur aus drei Tribünen. Neben der großen Haupttribüne gibt es eine alte Hintertortribüne, wo beide Supportergruppen untergebracht sind und eine neue Hintertortribüne, wo die VIP-Gäste sitzen. In dieser Hintertortribüne ist neben dem VIP-Bereich auch der Fanshop und ein Hotel untergebracht. Sehr lustig, dass man dort vom Hotelzimmer aus das Spiel verfolgen kann, was auch einige Hotelgäste nutzten.

Die "Koninklijke Sint-Truidense Voetbalvereniging" (zu deutsch: "Königliche Fußballvereinigung Sint-Truiden") wurde im Jahr 1924 aus der Fusion der beiden Klubs FC Union und FC Goldstar, beide aus Sint-Truiden, gegründet. Der Klub aus der 40.000-Einwohner-Stadt im Süden der flämischen Provinz Limburg war von 1957 bis 1974, 1987 bis 1991 und 1994 bis 2008 erstklassig. Nach nur einem Jahr kehrte man 2009 als Zweitligameister direkt in die Jupiler Pro League zurück, wo man sich seitdem wiederum ununterbrochen hält. In der Saison 11/12 sieht es derzeit aber nicht so gut aus. Nach 20 von 30 Spieltagen liegt man mit nur 13 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. In der belgischen Eliteliga war der zweite Platz in der Saison 1965/66 der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Dazu kommen zwei Finalteilnahmen im belgischen Pokal 1971 und 2003 sowie der Sieg im belgischen Ligapokal im Jahr 1999.

Aber nicht nur die Vereinsgeschichte von VV Sint-Truiden hört sich wie die des VfL Bochum an. Der Koninklijke Voetbalclub Kortrijk (deutsch: „Königlicher Fußballklub Kortrijk“) entstand im Jahr 1971 durch eine Fusion der Klubs SC Courtraisien und Stade Kortrijk. Kortrijk hat ca. 75.000 Einwohner und liegt in Westflandern. Der größte Erfolg des Klubs sind die 19 Jahre, in denen man erstklassig war, und zwar von 1976 bis 1979, 1980 bis 1992, 1998/99 und seit 2008, wo man als Zweitligameister nach ein paar Jahren in der Drittklassigkeit wieder in die Jupiler Pro League aufgestiegen war. Die Saison 2009/10 war die bislang erfolgreichste in der belgischen Eliteliga, an deren Ende man auf dem fünften Platz stand. Die aktuelle Saison 2011/12 könnte diese Saison vielleicht noch toppen, denn nach 20 von 30 Spielen liegt man derzeit auf dem vierten Platz, vor Klubs wie Standard de Liege und KRC Genk.