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2.Bundesliga 12/13 - Sonntag, 26.August 2012, 13.30 Uhr
VfL Bochum - VfR Aalen (0:0) 0:1

Spielort: Ruhrstadion, Bochum
Zuschauer: 11.251
VfL: Luthe - Rothenbach, Maltritz, Sinkiewicz, Brügmann - Kramer (87.Gelashvili) - Tasaka (73.Freier), Rzatkowski, Goretzka - Iashvili, Dedic (79.Scheidhauer)
VfR
: Bernhardt - Traut, Kister, B.Hübner, Buballa - Hofmann, Leandro - Lechleiter (90.Valentini), Haller (90.+3 Junglas), Kampl - Reichwein (90.+2 Klauß)
Tore:
0:1 Kampl (85., Rechtsschuss)
Schiedsrichter: Thorsten Schriever (Dorum)

In kämpferischer Hinsicht kann man dem Team des VfL Bochum an diesem Sonntag Nachmittag kaum Vorwürfe machen. Auch das Bochumer Publikum verhielt sich im Gegensatz zu seinem (völlig unverdienten!) Ruf sehr geduldig, bei einer auf sehr mäßigem Niveau geführten Partie. So viel zu den positiven Ansätzen aus diesem Spiel am dritten Spieltag der 2.Bundesliga 12/13. Viel mehr Positives gibt es von diesem Spiel nicht zu berichten. Da passt es auch völlig ins Bild, dass der Himmel teilweise während des Spiels seine Schleusen öffnete und man sich nach ein paar sommerlichen Tagen bei 15°C schon mitten im depressiven Herbst fühlte. Wieder einmal fehlte es beim VfL Bochum in der Offensive an Durchschlagskraft und Kreativität. Und wenn man es im Fußball nicht schafft, selbst das Tor zu treffen, riskiert man es, durch einen einzigen Abwehrfehler das Spiel sogar zu verlieren. So war es an diesem Nachmittag mal wieder ...

Der VfL Bochum war zu Beginn der ersten Halbzeit das eindeutig aktivere Team, aber schaffte es kaum einmal gefährlich vor das gegnerische Tor. Leon Goretzka hatte die beste Gelegenheit, aber ein Aalener Spieler warf sich in die schöne Direktabnahme. Man merkte den Gastgebern deutlich den Respekt vor der Konterstärke des VfR Aalen an, der ja so am ersten Spieltag mit 4:1 beim MSV Duisburg gewonnen hatte. Das heißt, man wollte nicht zu viel riskieren und so langsam aber sicher übernahmen dann die Gäste das Kommando und konnten sich so vor der Halbzeitpause sogar ein Chancenplus erspielen, weil sie viel mehr Torgefahr entwickeln konnten, als die Gastgeber in der ersten Viertelstunde.

In der zweiten Halbzeit begannen die Gastgeber erneut engagiert und erzeugten zunächst einigen Druck auf das Tor der Gäste. Ein Führungstor für den VfL in dieser besten Phase des Spiels hätte das Spiel durchaus zu Gunsten der Gastgeber entscheiden können. Aber es kam mal wieder anders, denn nach ca. einer Stunde Spielzeit konnten sich die Gäste wieder mehr befreien. Der an diesem Nachmittag überragend spielende Kevin Kampl wirbelte die Defensive des VfL alleine zwei Mal durcheinander, aber verpasste das Führungstor für die Gäste jeweils nur knapp. In der 76. Minute lag der Ball dann erstmals im Netz der Gastgeber. Respekt an Schiri Schriever, der das Tor aber nach Rücksprache mit seinem Assistenten wieder zurücknahm, weil Torwart Luthe im 5-Meter-Raum gefoult worden war. Fünf Minuten vor dem Abpfiff erzielten die Gäste dann doch noch das Siegtor, als erneut Kampl, wieder einmal nach einem dicken Abwehrpatzer der Gastgeber, frei vor Luthe auftauchte und souverän zum 0:1 einschob.

Es war das allererste Duell beider Klubs in einem Pflichtspiel. Der VfR Aalen kommt aus der gleichnamigen ca. 66.000 Einwohner zählenden Stadt in Baden-Württemberg und erreichte durch den zweiten Platz in der 3.Liga 2011/2012 erstmals die 2.Bundesliga. Der Klub aus dem Ostalbkreis pendelte in seiner Vereinsgeschichte meist zwischen Dritt- und Viertklassigkeit hin und her. Von 1999 bis 2008 spielt man in der damals drittklassigen Regionalliga Süd und qualifizierte sich 2008 auch für die neu eingeführte 3.Liga. Nach einem Jahr 3.Liga stieg man in die viertklassige Regionalliga Süd ab, aber schaffte den direkten Wiederaufstieg in die 3.Liga. In der Saison 2010/11 konnte man als 16. nur knapp den erneuten Abstieg vermeiden, aber eine Saison später spielte man sich etwas überraschend zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die 2.Bundesliga. Sieben Mal konnte man bislang den Pokal des Württtembergischen Fußballverbandes gewinnen und sich so für die erste Hauptrunde des DFB-Pokal qualifizieren.