SG Dynamo Dresden
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2.Bundesliga 12/13 - Samstag, 8.Dezember 2012, 13.00 Uhr
Dynamo Dresden - VfL Bochum (0:2) 0:3

Spielort: Glücksgas-Stadion, Dresden
Zuschauer: 20.660
SGD: Kirsten - Gueye (69.Solga), Jungwirth, Savic, Schuppan - Fiel (69.Pepic), Franke - Jänicke, Ouali - Kitambala (43.Sliskovic), Poté

VfL: Esser - Rothenbach, Eyjolfsson, Sinkiewicz, Chaftar - Dabrowski, Kramer - Tasaka (84.Gelashvili), Goretzka - Dedic (46.Acquistapace), Aydin (66.Scheidhauer)
Tore:
0:1 Aydin (17., Rechtsschuss, Vorarbeit Tasaka),
0:2 Dabrowski (25., Rechtsschuss, Goretzka),
0:3 Kramer (88., Linksschuss, Gelashvili)
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Rote Karte: Eyjolfsson (Bochum, 35., wegen Tätlichkeit)
Gelb-Rote-Karte: Schuppan (Dresden, 67.)

Endlich 'mal wieder ein Ausflug, der sich richtig gelohnt hat. Da waren auch die insgesamt 12 Stunden Zugfahrt, die ich an diesem Tag für den VfL investierte, nicht so schlimm. Nach drei Niederlagen in Folge gewann der VfL Bochum völlig überraschend (vor allem in der Höhe) am ersten Rückrundenspieltag mit 3:0 bei Abstiegskampfkonkurrent Dynamo Dresden. Dabei hatte man endlich einmal wieder das Glück, das bislang vielleicht auch manchmal in dieser Saison ein bisschen gefehlt hat. Vor allem in den ersten 15 Minuten schien es so, als ob Dynamo Dresden den VfL Bochum an diesem winterlich kalten Nachmittag nahezu überrennen würde. Kurz vor dem zweiten Adventssonntag brannte es im Bochumer Strafraum im Sekundentakt lichterloh, aber der neue Keeper Michael Esser hielt den Kasten mit Glück und Geschick sauber. Zu Gute kam dem VfL Bochum vielleicht auch die neuerliche Protestaktion der Fans auf beiden Seiten, die wiederum gegen das neue "DFL-Sicherheitskonzept"
in den ersten 12 Minuten und 12 Sekunden schwiegen. Statt wie gewohnt ihr Team frenetisch nach vorne und zum Führungstor zu peitschen und die Spieler des Gegners zu beeindrucken, gab es in dieser Dresdner Drangperiode nur eisige und gespenstische Stille von den mehr als 20.000 Zuschauern.

Kurz nach Ende der Protestaktion nutzte der VfL in der 17. Minute seine allererste Torchance in diesem Spiel dann auch gleich zum 0:1, in Person von Mirkan Aydin, dem nach langer Verletzungspause sein erstes Saisontor gelang. An solchen Tagen, an denen einfach alles gelingt, macht man dann auch noch mit der zweiten Torchance das 2:0. Dieses Mal war es Christoph Dabrowski, der nach einem vom Dresdner Keeper unzureichend abgewehrten Kopfball von Leon Goretzka abstaubte. Durch eine dumme Aktion von Holmar Eyjolfsson, der sich zu einer Tätlichkeit (einem Tritt) gegen Kitambala hinreißen ließ, musste der VfL dann die letzten zehn Minuten vor der Pause mit zehn Mann spielen und geriet noch einmal gehörig unter Druck.

Es blieb aber bei der 2:0-Führung zur Pause, und nach der Pause wartete man glücklicherweise vergeblich auf die eigentlich befürchtete 45-minütige "Abwehrschlacht" des VfL. Das Heimteam schaffte es kaum noch Druck aufzubauen oder stand sich bei den größten Möglichkeiten einfach selbst im Weg. Nach der Gelb-Roten-Karte für Dresdens Kapitän Schuppan in der 67. Minute träumte ich zum ersten Mal in diesem Spiel wirklich von einem Auswärtssieg. Statt einer Schlussoffensive der Gastgeber hatte die Bochumer Defensive das Spiel weiterhin weitestgehend im Griff und das Dresdner Publikum wurde zunehmend unruhiger und wütender. An dieser Stelle denke ich wieder an das Märchen vom überkritischen Bochumer Publikum, das seit Jahren wahlweise von irgendwelche Bochumer Verantwortlichen verbreitet wird. Ich denke, dass das Dresdner Publikum allgemein nicht gerade als überkritisch gilt. Trotzdem erinnerte die zweite Halbzeit an vieles, was man auch schon in Bochum gesehen und gehört hat. Mit zunehmender Spielzeit wurde aus dem anfänglichen Raunen bei Fehlern des eigenen Teams Pfiffe gegen die eigenen Spieler und immer lauter werdende "Loose raus"-Raufe. Nach der Auswechslung von Cristian Fiel, Publikumsliebling in Dresden, tobte das Dresdner Publikum und pöbelte noch lauter gegen Trainer Loose. Nach dem entscheidenden 3:0 für den VfL nach schönem Solo von Christoph Kramer gab es höhnischen Jubel und Applaus vom Dresdner Publikum. So läuft das mittlerweile überall, nur in Bochum liegt es am überkritischen Publikum, das natürlich viel zu hohe Erwartungen hat ...

Alle Duelle Dynamo Dresden - Bochum:

91/92 (1.BL) Dynamo – VfL 0:0 (-)
92/93 (1.BL) Dynamo – VfL 0:0 (-)
94/95 (1.BL) Dynamo – VfL 0:2 (Baluszynski,Peschel)
05/06 (2.BL) Dynamo – VfL 0:0 (-)
07/08 (Pokal) Dynamo – VfL 0:1 (Grote)
11/12 (2.BL) Dynamo - VfL 2:1 (Aydin)
12/13 (2.BL) Dynamo - VfL 0:3 (Aydin,Dabrowski,Kramer)

7 Spiele, 1 – 3 – 3 , 2:7 Tore