BV Brambauer-Lünen
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TuS Eving Lindenhorst
  BV Brambauer Offiziell
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  TuS Eving Offiziell
Westfalenliga 11/12 - Sonntag, 26.Februar 2012, 15.00 Uhr
BV Brambauer - TuS Eving Lindenhorst (2:0) 3:0

Spielort: Glückauf-Arena, Lünen
Zuschauer: 236
BVB: Fischer – Krück, Cobuloglu, Hübner, Botta (63.Pozkaj) – Dördelmann, Schaffer (85.Orgelmacher), Köse, Marino – Hanke, Nitsche (66.Studenovic).
TuS: Piontek – E.Konya, Tech (46.Bugri) , A.Konya, Balihadzic – Erdur, Erzen, Werner (46.Kalpakidis), Homann (66.Scheffer), Gondrum – Fernandes Gomes.
Tore:
1:0 Nitsche (2.),
2:0 Hanke (33.),
3:0 Hanke (61.)
Schiedsrichter: Oliver Topp (Büren)

... und noch einmal Westfalenliga, zum Duell BV Brambauer gegen TuS Eving-Lindenhorst. Rein theoretisch haben beide Klubs in dieser Saison die Chance auf den Aufstieg in die viertklassige Regionalliga West. Dass diese Chancen aber rein theoretisch sind, liegt nicht nur daran, dass dazwischen noch zwei Relegationsspiele gegen einen NRW-Ligisten stehen, sondern auch daran dass die SG Wattenscheid 09 alle anderen Teams in dieser Liga weit abgehängt hat. Während der TuS Eving-Lindenhorst als aktueller Tabellenfünfter sehr gute Chancen auf die Qualifikation zur neuen fünftklassigen Oberliga Westfalen hat, liegt der BV Brambauer abgeschlagen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Daran änderte sich auch nach den heutigen 90 Minuten nichts. Auch wenn der Favorit aus Dortmund-Eving an diesem Nachmittag den Gastgebern ganz klar unterlag und unterlegen war und die Gastgeber absolut verdient mit 3:0 siegten.

Eine sehr schöne Anlage hat der BV Brambauer mit der Glückauf-Arena im gleichnamigen Stadtteil Lünens. Ursprünglich wurde das Stadion Anfang der 1970er Jahre unter dem Namen "Freibadstadion" errichtet. 2007 wurde das Stadion umgebaut und schließlich in "Glückauf-Arena" umbenannt und wurde mit einem Kunstrasen in "Champions-League-Qualität" ausgestattet, der über eine Zertifizierung mit FIFA-Gütesiegel verfügt, das gemäß den FIFA-Richtlinien die Austragung von Europapokalspielen erlaubt. Das Fassungsvermögen der Glückauf-Arena beträgt ca. 3.500 Plätze (davon ca. 150 überdachte Sitzplätze). Die Leichtathletikanlage verfügt über eine blaue Tartanlaufbahn mit vier Rundbahnen und sechs Bahnen auf der Zielgeraden, ein Tartan-Multifunktionsfeld und eine Weitsprunganlage.

Der Ballspielverein Brambauer-Lünen e.V. konnte laut Wikipedia erste überregionale Erfolge bereits in den 1930ern und 1940ern verbuchen, als man von 1934 bis zum Kriegsende durchgängig in der zweithöchsten westfälischen Spielklasse spielte. Seit 2007 spielt der Klub erstmals seit einigen Jahrzehnten in der sechstklassigen Verbandsliga/Westfalenliga, der er – damals drittklassig – bereits in den 1960ern und 1970ern für mehrere Jahre als BV Brambauer 13 angehört hatte. Größter Erfolg war die Endspielteilnahme um die Westfalenmeisterschaft 1962, als man Arminia Bielefeld nach einem 1:2 und einem 0:0 knapp unterlegen war. Im Jahr 2007 fusionierte der Club mit dem Lokalrivalen FC Brambauer 45 und firmierte drei Jahre lang unter dem Namen BV Brambauer 13/45. Nach einer Satzungsänderung im Jahr 2010 wurde der Verein in BV Brambauer-Lünen umbenannt. Einer der bekannten Fußballer, die der BV Brambauer hervorgebacht hat, war Hans-Joachim "Sammy" Pochstein, der fünf Jahre lang für den VfL Bochum in der 1. Bundesliga aktiv war. Er steuerte u.a. beim legendären 5:6 zu Hause gegen den FC Bayern München einen Treffer bei.

TuS Eving-Lindenhorst stammt aus dem nordöstlich des Dortmunder Hafens liegenden Stadtteil Eving. Der Klub ist eng mit den Zechen Minister Stein und Hardenberg verbunden und stieg in der Saison 1951/52 mit Trainer Dettmar Cramer (also mit meinem Onkel) in die damals drittklassige Landesliga Westfalen auf. 1961/62 stieg man erstmals in die damals zweitklassige Verbandsliga auf und pendelt seitdem mehr oder weniger immer zwischen Verbandsliga und Landesliga hin und her. Der Klub hat einen Ruf als die Dortmunder Talentschmiede und bildete Spieler wie 
Michael Zorc, Stefan Klos, Lars Ricken oder Francis Bugri für Borussia Dortmund aus. Aber auch der VfL Bochum profitierte schon von der Nachwuchsarbeit des TuS Eving.
Dieter Zorc, der Vater von Michael Zorc, absolvierte seine ersten zwei Länderspiele in der Deutschen Amateurnationalmannschaft im Juni 1966 als TuS-Spieler. In der Saison 71/72 absolvierte er 21 Bundesligaspiele für den VfL Bochum. Seit der Saison 2009/2010 geht es nach einigen mittelmäßigen Jahren wieder bergauf mit dem TuS Eving. 2010 wurde man Dortmunder Hallenstadtmeister und stieg in die sechstklassige Westfalenliga auf. Dazu hat man wie schon geschrieben gute Chancen auf die Qualifikation zur fünftklassigen Oberliga Westfalen in der kommenden Saison 12/13.