1.FC Lokomotive Leipzig
0
:
2
  FSV Optik Rathenow  
  Lok Leipzig Offiziell
:
  FSV Optik Offiziell
Regionalliga 12/13 - Samstag, 10.November 2012, 13.30 Uhr
1.FC Lok Leipzig - Optik Rathenow (0:2) 0:2

Spielort:
Bruno-Plache-Stadion, Leipzig
Zuschauer: 2.142
FCL: Wurster - Seifert, Krug, Kittler, Werner - Grandner (81.Seipel), Brumme, Theodosiadis, Spahiu - Schulz (59.Walthier), Engler (46.Alemdar)
FSV: Subke - Klötzing, Leroy, Coric, Delvalle - Hellwig (64.Tsiatouchas), Scholz, Wilcke, Kapan - Kalan (70.Fikic), Turhan (80.Cankaya)
Tore:
0:1 Scholz (15.),
0:2 Kalan (45.)
Schiedsrichter: Lasse Koslowski (Berlin)
Rote Karte: Kittler (76.)

Beruflich für ein paar Tage im Osten unterwegs, ergab sich auf der Rückfahrt noch einmal die Chance ein bisschen Fußball zu schauen. Die Wahl fiel auf Leipzig und das Bruno-Plache-Stadion, wo an diesem Samstag Nachmittag der heimische 1. FC Lokomotive Leipzig in der viertklassigen Regionalliga Nordost den FSV Optik Rathenow aus Brandenburg empfing. Vor dem Spiel standen beide punktgleich ganz knapp vor den Abstiegsplätzen. Nach dem insgesamt sicherlich verdienten Erfolg stiegen die Gäste aus dem Havelland ins Tabellen-Mittelfeld, während die Gastgeber aus Leipzig durch die Niederlage auf den vorletzten Platz und damit auf einen Abstiegsplatz zurückfielen. Dabei hatte man im letzten Heimspiel im Leipziger Zentralstadion den Tabellenfünften 1.FC Magdeburg mit 3:0 bezwungen und dadurch die berechtigte Hoffnung, sich von den Abstiegsplätzen distanzieren zu können. Die eigentliche Heimat des 1.FC Lok Leipzig ist zwar das Bruno-Plache-Stadion, aber für sog. "Risikospiele" muss man ins Zentralstadion umziehen, das auch schon einige Jahre die Heimat von Lok bzw. des VfB war.

Der "1. Fußballclub Lokomotive Leipzig" ist der zweifache Nachfolgerklub des traditionsreichen "VfB Leipzig". Der VfB Leipzig wurde 1893 gegründet und 1903 der allererste Deutsche Fußballmeister. Es folgten zwei weitere Meistertitel (1906 und 1913) sowie drei Vizemeistertitel. 1945 wurde der Klub durch die sowjetische Besatzungsmacht aufgelöst und enteignet. Nach zahlreichen Namensänderungen und Fusionen entstand 1966 schließlich der 1. FC Lokomotive Leipzig, der einer der bekanntesten und erfolgreichsten DDR-Klubs wurde. Die größten Erfolge waren die vier Pokalsiege 1976, 1981, 1986 und 1987, das Erreichen des Finals im Europapokal der Pokalsieger 1987 sowie das Erreichen des Halbfinals im UEFA-Cup 1974. Nach der Wiedervereinigung und der Qualifikation für die 2.Bundesliga wurde der Vereinsname wieder in "VfB Leipzig" geändert. Der größte Erfolg war der Aufstieg in die 1.Bundesliga 1993. Nach nur einer Saison stieg man als Tabellenletzter wieder ab. Danach verschuldete sich der Klub erheblich, beim mehrmaligen Versuch in die Erstklassigkeit zurückzukehren. Nach dem ersten Insolvenzfahren 1999 stieg man in die Viertklassigkeit ab, nach dem zweiten Insolvenzfahren 2003 wurde der Klub schließlich aufgelöst. Am 10. Dezember 2003 wurde der 1. FC Lokomotive Leipzig neugegründet und versteht sich als Nachfolgeklub des Leipziger Traditionsklubs. Man fing 2004 in der elftklassigen Kreisklasse Leipzig an und arbeitete sich wieder nach oben (auch durch die Fusion mit dem SSV Torgau, wodurch gleich vier Klassen übersprungen wurden). 2012 gelang durch den fünften Platz in der fünftklassigen Oberliga NOFV-Süd die Qualifikation für die neue viertklassige Regionalliga Nordost.