Wuppertaler SV II
 
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 KFC Uerdingen 05
  Wuppertaler SV Offiziell
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  KFC Uerdingen Offiziell
Niederrheinliga (6.) 10/11 - Sonntag, 29.Mai 2011, 15.00 Uhr
Wuppertaler SV II - KFC Uerdingen (1:1) 1:2

Spielort: Stadion am Zoo, Wuppertal
Zuschauer: 3.300
WSV: Nettekoven - Kalan (75.Adeoye), Hausmann (15.Kloster), Herzenbruch,Zimmermann, Lange, Meier, Tosun, Gümüstas, Aydin (58.Fedler), Schröder

KFC:Weichelt - Pinske, Njambe, Saka, Höfler, Hoffmann, Bendovskyi, Hähner (63. Isiklar), Albayrak, Tekkan (79. Cosgun), Ferati.
Tore:
1:0 Kloster (35.),
1:1 Saka (38.),
1:2 Ferati (64.)
Schiedsrichter: Marcel Pelgrim (Bocholt)

Der KFC Uerdingen ist wieder fünftklassig. Der Traditionsklub aus Krefeld schaffte den ersten Aufstieg seit 1994, also seit 17 Jahren. Damals war man letztmals in die 1.Bundesliga aufgestiegen. Ein gewisser Friedhelm Funkel führte die Krefelder in jener Saison als Trainer ins "Oberhaus". Seit 1995, seit dem Ausstieg des Bayer-Konzerns als Sponsor und Namensgeber, ging es danach finanziell und sportlich für den KFC nur noch bergab, bis in die sechstklassige Niederrheinliga, aus der man sich in dieser Saison nach drei Jahren als ersten Schritt wieder befreien konnte. Der Unternehmer Agissilaos „Lakis“ Kourkoudialos rettete den KFC vor der Insolvenz und will mit ehemaligen Profis wie Erhan Albayrak, Ersan Tekkan, Bastian Pinske, Kosi Saka oder Jochen Höfler langfristig bis in die 3.Liga aufsteigen.

Das Umfeld dafür ist in Krefeld immer noch vorhanden. 2.100 Zuschauer im Schnitt in dieser Saison und an diesem Tag ca. 3.000 mitgereiste Anhänger zum letzten Saisonspiel nach Wuppertal beweisen, dass der KFC Uerdingen immer noch über genügend Potenzial für den Profifußball verfügt. Mit dem heute gezeigten Support können sogar einige Zweitligavereine kaum mithalten.

Die erfolgreichste Zeit hatte der Klub unter dem Namen FC Bayer 05 Uerdingen zwischen 1983 und 1995, als der Bayer-Konzern noch jedes Jahr mehrere Millionen Euro in den Klub schoss. 1985 wurde man durch einen 2:1-Finalsieg gegen Bayern München Pokalsieger. In der darauffolgenden Saison im Europapokal der Pokalsieger gab es dann eines der denkwürdigsten Spiele in der deutschen Europapokal-Geschichte. Nach einer 0:2-Auswärtsniederlage im Hinspiel und eines 1:3-Rückstandes zur Halbzeit im Rückspiel besiegte man Dynamo Dresden am Ende noch mit 7:3, und scheiterte später erst im Halbfinale an Atletico Madrid.