SV Schermbeck 1912
 
3
:
1
     VfB Homberg 1889    
  SV Schermbeck Offiziell
:
  VfB Homberg Offiziell
NRW-Liga 11/12 - Sonntag, 30.Oktober 2011, 15.00 Uhr
SV Schermbeck - VfB Homberg (2:1) 3:1

Spielort: Volksbank-Arena, Schermbeck
Zuschauer: 211
SVS: Schneider – Bönighausen, Lupitu, Altenbeck, Jansen – Klimczok, T.Urban, M.Müller (89.Michels), M.Urban (73.Einhaus), Ouro-Akpo (79.Brenne) – Ersoy
VfB: Holewa – Giorri, Konarski, Schiek (67.Walenciak), Kengne (79.Schmitz) – Milaszewski, Embers, Dragovic, Bougjdi – Sogolj, M.Attris (76.Acar)

Tore:
0:1 M.Attris (19., Foulelfmeter),
1:1 T.Urban (23., Handelfmeter),
2:1 Giorri (29., Eigentor),
3:1 Ersoy (90.)
Schiedsrichter: Fabian Maibaum (Hagen)

Interessantes Spiel an einem Sonntag am letzten Oktober-Wochenende 2011 in der fünftklassigen NRW-Liga zwischen dem SV Schermbeck und dem VfB Homberg, das die Gastgeber am Ende verdient mit 3:1 für sich entscheiden konnten. Wie schon beschrieben wird die NRW-Liga als höchste Spielklasse des Landes Nordrhein-Westfalen nach dieser Saison 11/12 wieder aufgelöst, weil NRW ab der Saison 12/13 mit der viertklassigen Regionalliga West eine neue, eigene Klasse erhält. Die besten drei NRW-Liga-Teams dieser Saison sind automatisch in der kommenden Saison viertklassig, die Plätze vier bis sieben dürfen auf einen Platz hoffen. Derzeit sieht es allerdings so aus, als sollte es für beide "nur" zum Klassenerhalt reichen, d.h. beide werden in der kommenden Saison in die wieder eingeführte fünftklassige Oberliga Westfalen bzw. Oberliga Nordrhein eingereiht.

Die knapp 200 Zuschauer wurden an diesem herbstlichen Sonntag Nachmittag jedenfalls gut unterhalten. Die Gäste hatten den besseren Start, und trafen bereits nach ein paar Minuten den Pfosten, danach übernahmen die Gastgeber ganz klar das Kommando. In der 19. Minute gerieten sie aber durch einen sehr zweifelhaften Foulelfmeter zu diesem Zeitpunkt überraschend in Rückstand. Nur vier Minuten gab es aber eine so genannte Konzessionsentscheidung durch Schiri Maibaum, als ein Homberger Spieler angeschossen wurde und er erneut auf den Punkte zeigte. Urban verwandelte sicher und nur weitere sechs Minuten später gingen die Gastgeber durch ein kurioses Eigentor sogar in Führung. Bis zur Pause dominierten sie das Spiel dann nach Belieben und hätten noch locker erhöhen können. In der zweiten Halbzeit drängten die Gäste auf das Ausgleichstor und die Gastgeber verlegten sich ganz aufs Kontern. Und erst in der 90. Minuten wurden sie durch Ersoy und das 3:1 erlöst. Beide Teams hatten Unterstützung in Form von Fans mit Schals und Fahnen, aber einen aktiven Support gibt es auf beiden Seiten nicht.

Dem SV Schermbeck aus der Gemeinde, die zwischen Niederrhein und dem westfälischen Münsterland liegt, gelang 2003 mit dem dritten Aufstieg innerhalb von vier Jahren der Sprung in die damals viertklassige Oberliga Westfalen, aus der der Verein nach drei Jahren in der Saison 05/06 wieder in die Verbandsliga Westfalen abstieg. Bereits 2007 folgte jedoch der erneute Aufstieg in die Oberliga, in die neu geschaffene fünftklassige NRW-Liga, wo man seitdem spielt. Für die Saison 2009/2010 wurde dem SV Schermbeck die Lizenz für die NRW-Liga verweigert, da die entsprechenden Lizenzierungsunterlagen 15 Minuten zu spät bei der Geschäftsstelle des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes eingereicht wurden. Gegen diese Entscheidung hatte der Verein jedoch den Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten beschritten. Am 7. Juli 2009 entschied das Landgericht Duisburg im Wege einer einstweiligen Verfügung die weitere Zugehörigkeit des SV Schermbeck zur NRW-Liga.

Die Gäste aus dem Duisburger Stadtteil Homberg hatten ihre Glanzzeit in den 1920er und 1930er Jahren. 1953 stand man im Endspiel um die Deutsche Amateurmeisterschaft und verlor vor über 30.000 Zuschauern in Wuppertal mit 2:3 gegen Bergisch Gladbach. 1990 und 2005 stieg man jeweils in die drittklassige bzw. viertklassige Oberliga Nordrhein auf. 2010 wurde man Meister der Niederrheinliga und stieg erstmals in die NRW-Liga auf. Seine Heimspiele trägt der Klub im PCC-Stadion aus, das gleichzeitig Heimat des Frauen-Bundesligisten FCR Duisburg ist.