FC Gütersloh 2000
 
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 SV Lippstadt 1908
  FC Gütersloh Offiziell
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  SV Lippstadt Offiziell
Fanszene Lippstadt
Westfalenliga 11/12 - Sonntag, 23.Oktober 2011, 15.00 Uhr
FC Gütersloh - SV Lippstadt (0:0) 0:2

Spielort: Heidewaldstadion, Gütersloh
Zuschauer: 2.017
FCG: Opitz - Eggert, Plucinski, Degelmann, Kroos - Zodrow, Brinkmann (82.Wiebusch) - Wieckowicz (69.Hop), Warweg (32.Schröder), Birkenhake - Schiller
SVL: Liesemann – Lausch, Engeln, Schulte, Riemer – Schröder, Pahlke, Maier – Erdogmus, Traufetter, Jevric (85.Eickel)

Tore:
0:1 Maier (51., Foulelfmeter),
0:2 Traufetter (90.)
Schiedsrichter: Vitali Schäfer (Brilon)

Zu Gast an diesem Sonntag Nachmittag in der Westfalenliga, Staffel 1, beim Duell FC Gütersloh 2000 gegen den SV Lippstadt. Ein wichtiges Spiel für beide Klubs, denn einerseits sieht man im jeweils anderen Verein in dieser Saison den größten Konkurrenten und so kann man auf Grund der geographischen Nähe (zwischen beiden Stadien liegen ca. 30 km) durchaus von einem Derby sprechen. Aber auch unter sportlichen Aspekten war dieses Spiel ein interessantes Aufeinandertreffen, geht es doch für beide in dieser Saison darum durch die Regionalliga-Reform zur kommenden Saison möglicherweise eine Spielklasse zu überspringen. Der Meister der sechstklassigen Westfalenliga darf nämlich am Saisonende an der Aufstiegsrunde zur viertklassigen Regionalliga West teilnehmen und beide Klubs haben als Saisonziel den Meistertitel in dieser Spielklasse ausgegeben.

Der FC Gütersloh lag in der Tabelle der Westfalenliga zunächst einmal lange vorne, aber auf Grund von zuletzt drei Unentschieden verlor man enorm an Boden. An diesem Nachmittag gab es ausgerechnet gegen den SV Lippstadt die erste Saisonniederlage, die auf Grund der gleichzeitigen Niederlage der Hammer SpVg jetzt auf dem ersten Tabellenplatz liegen. Der FC Gütersloh rutschte durch diese Heimniederlage sogar auf den vierten Platz ab, aber hat nur sechs Punkte Rückstand auf die heutigen Gäste.

Auch auf den Rängen ging der Sieg ganz klar an die Gäste, die 90 Minuten lang ihr Team lautstark supporteten, während bei den Gastgebern keine aktive Fanszene auszumachen war. Lediglich in Drangphasen deutete man das Potenzial mit lauten "Güüüütersloh"-Rufen an.

Der FC Gütersloh wurde 2000 als Nachfolgeverein des insolventen FC Gütersloh gegründet, der mitten in der Saison 1999/2000 in der damals drittklassigen Regionalliga den Spielbetrieb einstellen musste, nachdem man vorher drei Jahre lang in der 2. Bundesliga gespielt hatte. Die beste Zweitligasaison war dabei die Saison 1997/1998, die man als Tabellenfünfter beendete, nachdem man lange sogar vom Aufstieg in die 1. Bundesliga träumen durfte. In der gleichen Saison stellte man mit Angelo Vier (18 Saisontore) sogar den Torschützenkönig der 2. Bundesliga. Statt 1. Bundesliga folgten allerdings in der nachfolgenden Saison der Abstieg in die Regionalliga, die anschließende Insolvenz und der Abstieg bis in die sechstklassige Westfalenliga. In dieser Saison hat man allerdings die große Chance, sich mindestens für die neue, fünftklassige Oberliga Westfalen zu qualifizieren. Mit dem DJK Gütersloh (1974 bis 1976) hat ein weiterer Vorgängerverein schon einmal in der 2. Bundesliga gespielt.

Der Spielverein Lippstadt 1908 e.V. entstand 1997 aus einer Fusion der beiden Lippstädter Klubs Teutonia und Borussia Lippstadt. Die beiden bekanntesten Fußballer, die der Vorgängerverien Borussia Lippstadt herausbrachte, waren die Brüder Karl-Heinz und Michael Rummenigge, die von Lippstadt zum FC Bayern München wechselten und dort Karriere machten. Karl-Heinz Rummenigge, wie sein Bruder gebürtiger Lippstädter, ist aktuell Vorstandsvorsitzender beim deutschen Rekordmeister. Von 1998 bis 2008 spielte der neue Klub SVL ununterbrochen in der viertklassigen Oberliga Westfalen. 2008 verpasste man die Qualifikation für die fünftklassige, neueingeführte NRW-Liga und spielt seitdem in der sechstklassigen Westfalenliga.