SC Preußen Münster
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DFB-Pokal 1.Runde 08/09 - Freitag, 8.August 2008, 20.30 Uhr
Preußen Münster - VfL Bochum (0:0) 0:0 n.V. 5:6 n.E.

Spielort: Preußenstadion, Münster
Zuschauer: 15.050 (ausverkauft)
SCP: Buchholz - Ornatelli, Capretti, Özkara, Wissing - Talarek, Lauretta, Loose, Dede (107.Ivicevic) - Sowislo (118.Erzen), Kara (82.Remmert)
VfL: Fernandes - Pfertzel, Maltritz, Yahia, C.Fuchs - Imhof (105.Zdebel) - Azaouagh, Grote (62.Bönig) - Ono - Sestak, Mieciel (66.Hashemian)
Tore: keine
Elfmeterschießen: Fernandes hält gegen Özkara, 0:1 Maltritz, 1:1 Wissing, 1:2 Sestak, 2:2 Ivicevic, 2:3 Pfertzel, 3:3 Loose, Ono schießt daneben, 4:3 Lauretta, 4:4 Hashemian, 5:4 Talarek, 5:5 C.Fuchs, Fernandes hält gegen Remmert, 5:6 Yahia
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)

Mit einem "blauen Auge" kam der VfL in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals davon. Erst im Elfmeterschießen gelang gegen Viertligist Preußen Münster der ersehnte Einzug in die nächste Runde. Schon in den letzten beiden Jahren gelang der Sieg in der 1.Runde nur mit viel Mühe. 06/07 siegte man 2:1 bei Viertligist FC Homburg und 07/08 ein 1:0-Erfolg bei Drittligist Dynamo Dresden. Beide Siege waren ebenso glanzlos wie der heutige, aber damals gelang der Erfolg durch Effektivität, indem man die wenigen Torchancen gnadenlos ausnutzte. Diesmal gelang das nicht, und so ging es erst in die Verlängerung und dann sogar ins Elfmeterschießen.

In der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber sogar mehr vom Spiel. Man sah das Spiel zwischen einem leidenschaftlich kämpfenden Viertligisten und einem lustlos und pomadig wirkenden Erstligisten. Die zweite Hälfte der regulären Spielzeit gehörte allerdings ganz klar den Gästen, die den Druck auf das Münsteraner Tor immer mehr verstärkten und zu einigen torgefährlichen Szenen kamen, die der heute überragende Preußen-Torwart David Buchholz, der in der letzten Saison noch bei der 2.Mannschaft des VfL gespielt hatte, aber alle entschärfte.

Die Verlängerung blieb auch torlos, und so wurde dann Daniel Fernandes in seinem ersten Pflichtspiel für den VfL zum Held des Tages. Gleich den ersten Elfmeter von Özkara parierte er großartig. Bis zum 3:3 trafen alle weiteren Schützen, bis Ono den Ball neben das Tor setzte und Münster zurück ins Spiel brachte. Danach ging es 1 gegen 1 weiter: Talarek und Christian Fuchs verwandelten, anschließend parierte Fernandes wieder großartig, diesmal gegen Remmert und Yahia versenkte den Ball zum Sieg.

Das Münsteraner Publikum zeigte an diesem Abend wieder einmal, dass man durchaus mit einigen Fanszenen in höheren Ligen mithalten kann und sorgte für eine stimmungsvolle Pokalatmosphäre. Obwohl das Spiel und die Leistung ihres Teams eher an Folter erinnerte, sorgten auch die Gästefans für einen guten Support und waren auf der Gegenseite immer wieder deutlich zu hören. 

Das Preußenstadion in Münster war zum ersten Mal seit vielen Jahren mal wieder ausverkauft, allerdings durften nur 15.050 Zuschauer hinein. Das Duell in der 2.Bundesliga gegen den FC Schalke 04 in der Saison 90/91 hatten noch 28.000 Zuschauer verfolgt. Die Preußen-Fans hatten auch lange Zeit auf ein Spiel in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde warten müssen. In der Saison 97/98 qualifizierte sich Münster dafür zuletzt und unterlag damals dem FSV Mainz 05, ebenfalls im Elfmeterschießen, mit 6:7.

Der VfL musste zuletzt in der Saison 02/03 in ein Elfmeterschießen im DFB-Pokal. Im Viertelfinale unterlag man zu Hause dem 1.FC Kaiserslautern mit 6:7 (3:3 n.V.). Vier der sieben Lauterer Treffer an diesem Abend erzielte übrigens ein gewisser Vratislav Lokvenc. Den letzten Sieg in einem Elfmeterschießen hatte es in der Saison 99/00 gegeben, als man in der 3.Runde den MSV Duisburg im Ruhrstadion 7:6 besiegte und ein gewisser Rein van Duijnhoven der Held des Tages wurde. Für den Niederländer war das der Durchbruch zum Stammplatz in Bochum; bis dahin war er als Neuzugang die Nr. 2 im Tor hinter Thomas Ernst.