SC Paderborn 07
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3
VfL Bochum 1848
  SCP Offiziell
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  VfL Bochum Offiziell
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2.Bundesliga 05/06 - Freitag, 31.März 2006, 19.00 Uhr
SC Paderborn 07 - VfL Bochum (1:0) 1:3

Spielort: Hermann-Löns-Stadion, Paderborn
Zuschauer: 9.322
SCP: Starke - Krösche, Brouwers, Djurisic (77.Schoof), de Graef - Brinkmann, Bollmann - Ndjeng, Schulp, Dragusha - R.Müller
VfL: Skov-Jensen - Pallas, Maltritz, Butscher, Bönig - Imhof, Zdebel, Misimovic (80.Wosz), Trojan (72.Drsek) - Bechmann, Fabio Junior (83.Edu)
Tore:
1:0 Dragusha (8., Rechtsschuss, Vorarbeit R.Müller),
1:1 Misimovic (54., Linksschuss, Zdebel),
1:2 Zdebel (61., Rechtsschuss, Misimovic),
1:3 Misimovic (77., Linksschuss)
Schiedsrichter: Schmidt

Einen Riesenschritt in Richtung 1.Bundesliga machte der VfL durch diesen 3:1-Auswärtssieg am 28. Spieltag. Dabei hatte es lange gar nicht ausgesehen. Zur Halbzeit hatten die Gastgeber verdient mit 1:0 geführt, durch einen Treffer von Dragusha in der 8. Minute. Danach sah man bis zum Halbzeitpfiff überlegene Gastgeber (mit schönem Kombinationsfußball) und geschockte Gäste.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit wendete sich aber das Blatt und der VfL nahm das Heft in die Hand. Thomas Zdebel und »Zwetschge« Misimovic drehten das Spiel innerhalb von sieben Minuten. In der 54. Minute machte Misimovic nach Vorarbeit von Zdebel das 1:1, in der 61. Minute war es umgekehrt. Nach einer Freistoß-Flanke von Misimovic traf Zdebel mit einem herrlichen Volleyschuss zum 1:2.

Jetzt drückte Paderborn wieder auf den Ausgleich. Eine der dadurch zahlreich entstandenen Kontermöglichkeiten nutzte wiederum Misimovic in der 77. Minute, als er die halbe Defensive der Paderborner und Torwart Starke austanzte und zum 1:3 einschoss. Das war die Entscheidung in diesem Spiel, denn Paderborn hatte jetzt nichts mehr entgegen zu setzen.

Eigentlich hätte dieses Spiel in der neuen »Paragon-Arena« stattfinden sollen. Aber nach Klagen der Anwohner und einem entsprechenden Gerichtsurteil ist derzeit die Baugenehmigung für die neue Heimat des SC Paderborn aufgrund fehlender Parkplätze und mangelnder Verkehrsanbindung entzogen worden. Den derzeitigen Stand der Bauarbeiten kann man von der Autobahn A33 gut erkennen.

So fand das Spiel also im alten Stadion des SCP, im alt ehrwürdigen (eigentlich mehr alt als ehrwürdigen) Hermann-Löns-Stadion im Stadtteil Schloss Neuhaus, statt. Mit 9.300 Zuschauern (darunter ca. 3.000 Bochumer) wurde an diesem Abend ein neuer Zuschauerrekord aufgestellt. Bei solchen Sportplätzen, wie dem Hermann-Löns-Stadion, merkt man wieder einmal, wie bitter so ein Abstieg in die 2.Bundesliga wirklich ist. Nur die kleine Haupttribüne ist überdacht, wobei die Sitzplätze großteils aus Holzbänken bestehen. Hauptcharakteristikum des Stadions ist die große Hochspannungsleitung, die direkt über das Spielfeld verläuft.

Ähnlich wie der VfL ist der SC Paderborn gar nicht so alt, wie man an Hand der Jahreszahl im Vereinsnamen vermuten könnte. 1985 wurde der TuS Paderborn-Neuhaus aus den Klubs TuS Schloss-Neuhaus und dem 1.FC Paderborn gegründet, der 1997 noch einmal zum SC Paderborn 07 umbenannt wurde. Der TuS Schloss-Neuhaus ist dabei der ältere der beiden Klubs, spielte 1982/83 sogar ein Jahr in der 2.Bundesliga und ist der ursprüngliche Heimklub des Hermann-Löns-Stadions.

Für mich war es der erste Pflichtspiel-Auswärtssieg des VfL seit dem 28. August 2004 (2:1 in Bielefeld). Dazu sah ich das erste Mal seit dem 3. April 2005 (2:2 in Mönchengladbach) Auswärtstore des VfL. Bei meinen bisherigen Auswärtsfahrten des VfL in dieser Saison hatte der VfL nicht ein einziges Tor zu Stande gebracht (0:0 in Offenbach, Braunschweig und Dresden, 0:3 in Siegen).