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Stabæk IF - Vereinsinfo:
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Stabæk
IF, das ist der kleine, sympathische Vorortklub aus Norwegen
mit dem
ganz besonderen Charme. Der Ortsteil Stabæk (bzw. eigentlich
Stabekk)
gehört zur Gemeinde
Bærum (ca. 100.000 Einwohner). Bærum grenzt im Osten
direkt an die
Hauptstadt Oslo und ist die fünftgrößte
Stadt Norwegens. Erst 1995 stieg Stabæk in die 1. Liga
Norwegens
(»Tippeligaen«) auf und hielt sich dort 10 Jahre.
Ausgerechnet in der 10.
Erstliga-Saison im Jahr 2004, der Jubiläumssaison, musste man
wieder absteigen. Im Jahr
2005 gelang aber der direkte Wiederaufstieg.
1998 gewann man erstmals einen Titel: Im Nationalstadion besiegte man
Rekordmeister Rosenborg Trondheim und wurde Norwegischer Pokalsieger.
2008 gelang der bisher größte Erfolg der
Vereinsgeschichte: Stabæk
wurde erstmals Norwegischer
Fußballmeister und durfte in der
Saison
2009/2010 erstmals an der Qualifikation zur Champions League
teilnehmen, wo man in der Qualifikation nur knapp am FC Kopenhagen
scheiterte.
Wie alle Klubs in Norwegen hat Stabæk nur einen Fanclub, »Stabæk
Support«, d.h. eine Art Supporter-Dachverband, wo
alle Fangruppen und einzelnen Fans organisiert sind. Als
Logo hat man zwei Dollarzeichen
($$) ausgewählt. Die Gemeinde Bærum ist eine
vermögende Wohngegend,
etwas außerhalb der norwegischen Hauptstadt Oslo gelegen, die
die teuerste
Hauptstadt Europas ist. Da Norwegen in den letzten Jahren sieben Mal
(2001 bis 2006 sowie 2009; 2007 und 2008 lag man auf Platz 2 hinter Island) von der
UNO im sog. "Human Development Report" zum Land mit dem
höchsten Lebensstandard der Welt
gekürt wurde, kann
man sich
wohl denken, wie es zur Auswahl dieses Logos kam.
Seit
dem Saisonstart
2009 (März 2009) trug
Stabæk seine Heimspiele in der nagelneuen »Telenor
Arena« (siehe Bild) aus.
In dem Ortsteil »Fornebu«, auf dem
Gelände des
ehemaligen Hauptflughafens von
Oslo (der jetzt nach Gardermoen, nördlich von Oslo, umgezogen
ist) war eine
moderne Arena für 15.000 Zuschauer (bei
Fußballspielen) entstanden, die auch
für Konzerte und sonstige
Veranstaltungen genutzt werden konnte. Lange hatte es Probleme zwischen
Stabæk und der
Wohnungsbaugesellschaft »Fornebu Boligspar« (die
dort neue Wohnungen errichtet) um
den genauen Standort der Arena gegeben. Schließlich einigte
man sich im Oktober 2004
dann doch, und seitdem tritt »Fornebu
Boligspar«
sogar als Trikotsponsor von
Stabæk auf. Die Telenor Arena erreicht man von der
City
in Oslo sehr einfach. Der Bus 31 (Richtung Snarøya)
hält
an mehreren Haltestellen mitten in der Innenstadt und hält
direkt
vor
der neuen Arena (Haltestelle "Fornebuparken"). Die Fahrtzeit vom
Nationaltheater bis zur Haltestelle "Fornebuparken" beträgt
z.B.
ziemlich genau 20 Minuten.
Von
der Innenstadt in Oslo ist man in ca. 20-30 Minuten mit Bus oder
Bahn
in
»Bekkestua«, dem Ortsteil von Bærum, in
dem das ehemalige Stadion und auch wieder zukünftige Stadion
des Klubs (ab der Saison 2012), das »Nadderud
Stadion«
steht, in dem
Stabæk seit der Saison 2009 auch die Heimspiele des
Damenteams,
das
ebenfalls in der erstklassig spielt (und 2010 erstmals Norwegischer
Meister wurde), und der
2.Mannschaft austrägt.
Das
Nadderud Stadion ist ein Stadion
mit Leichtathletik-Bahnen, das aus drei Tribünen besteht. Auf
der einen Längsseite
befindet sich die Haupttribüne mit ca. 4.700
Sitzplätzen, auf der anderen
Längsseite gibt es eine kleine Tribüne mit
Sitzplätzen und ein paar Hundert
Stehplätzen für »Stabæk
Support«. Dazu gibt es noch eine
Hintertor-Tribüne mit Stehplätzen für die
Gästefans. Für
internationale Spiele war das Stadion lange Zeit nicht geeignet, u.a.
weil es
über keine
Flutlichtanlage verfügte. Deswegen musste Stabæk bei
Europacup-Heimspielen meistens
ins Nationalstadion (Ullevaal Stadion) nach Oslo umziehen. 2008 wurde
das Nadderud Stadion aber doch noch europapokal-tauglich gemacht, so
dass Stabæk
dort im Sommer 2008 noch gegen Stade Rennes in der
UEFA-Cup-Qualifikation antreten durfte.
Der Fanshop von Stabæk
und die Vereinskneipe
»Onkel Blaa« befinden sich
direkt am Busbahnhof in Bekkestua, den man ebenfalls sehr leicht von
der Innenstadt in Oslo aus erreicht. Derzeit kommt man dort allerdings
nur mit dem Bus Nr. 143 (Richtung Bærums Verk, Fahrtzeit ca.
30
Minuten) dorthin, weil die U-Bahn-Linie wegen Umbaus stillgelegt ist
und erst voraussichtlich im August 2011 wiedereröffnet wird.
Die größten Lokalrivalen für
Stabæk dürften zum Einen
die beiden Hauptstadtklubs Vålerenga Oslo und Lyn Oslo sein,
die ihre
Heimspiele im
Nationalstadion in der angrenzenden Hauptstadt austragen, und zum
Anderen
Lillestrøm SK (ca. 20 km
nordöstlich von Oslo), das seine Heimspiele im schicken,
reinen Fußballstadion
Åråsen austrägt. Seit Mitte des Jahres
2010 hat Stabæk
einen Lokalrivalen weniger, weil Lyn Oslo Insolvenz anmelden musste und
in der Bedeutungslosigkeit der 7.Liga neu anfängt.
Im Jahr 2005 gab es dabei den sog. »Brotkrieg«, der
die Gemüter in
Bærum und Oslo erhitzte. Der Hauptstadtklub
Vålerenga versuchte in
verschiedenen Geschäften, u.a. auch in Bærum,
»Vålerenga-Brot« zu
verkaufen, der Gewinn sollte an deren Jugendabteilung gehen. Dagegen
regte sich aber
Widerstand in Bærum, und so konnten Stabæk-Fans
durch heftige Proteste
erreichen, dass die Geschäfte in Bærum das Brot
wieder aus ihrem Sortiment nehmen
mussten. Gleiches geschah übrigens in Lillestrøm.
Ein kleiner Überblick über die letzten Jahre:
1990-1994: Es begann der Aufstieg des
kleinen Vorortklubs zum norwegischen
Spitzenklub. Nach dem Aufstieg 1990 aus der 4.Liga, gelang im dritten
Jahr in der 3.Liga
(1993) der Sprung in die 2.Liga. Dort gelang im Jahr 1994 gleich der
Durchmarsch in
die Erstklassigkeit.
1998 gelang der bislang
größte Vereinserfolg. Durch einen Erfolg
über Rosenborg Trondheim wurde Stabæk erstmals
Norwegischer Pokalsieger.
In der Eliteliga erreichte man in der gleichen Saison den 3.Platz. Dazu
qualifizierte
man sich zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte für den
Europacup.
1999: Erster Auftritt im Europacup. Nach
einem 1:0-Hinspielsieg zu Hause gegen
Deportivo La Coruña unterlag Stabæk im
Rückspiel in Spanien mit 0:2
und schied bereits in der 1.Runde aus. In der Liga wurde man in der
gleichen Saison
5.
2001: In der Saison rüstete
Stabæk mächtig auf, um erstmals den
norwegischen Meistertitel nach Bærum zu holen. Von Eintracht
Frankfurt wurde
Stürmer Jan Åge Fjørtoft verpflichtet.
Mit dem Isländer Tryggvi
Gudmundsson wurde von Tromsø IL einer der
Toptorjäger der norwegischen
Eliteliga losgeeist. Dazu kehrte Martin Andresen vom FC Wimbledon nach
Norwegen
zurück. Tommy Svindal Larsen, Petur Marteinsson und die beiden
schwedischen
Nationalspieler Tobias Linderoth und Christian Wilhelmsson sorgten
dafür, dass
Stabæk als Topfavorit in die Saison ging. Letztendlich
spielte Stabæk den
schönsten und attraktivsten Fußball der
Liga, wurde aber nur 4.
2002: Durch die ausbleibenden Erfolge
musste der Gürtel finanziell enger
geschnallt werden. Mit Tommy Svindal Larsen (1.FC Nürnberg)
und Tobias Linderoth
(FC Everton) mussten zwei Leistungsträger abgegeben werden.
Fjørtoft war keine
sportliche Verstärkung und brachte Chaos und Konflikte in den
Klub und musste
vorzeitig wieder gehen. Der Trainer, Anders Linderoth, der Garant
für den schönen
Stil der Mannschaft, warf die Brocken nach einer brutalen Niederlage
bei Brann Bergen hin. In der
Meisterschaft sprang aber immerhin noch Platz 5 heraus.
Höhepunkt der Saison war das
Duell mit dem RSC Anderlecht in der 1.Runde des UEFA-Cups. Nach einem
1:0-Hinspielsieg in
Anderlecht unterlag man im Rückspiel unglücklich 1:2
und schied wiederum in der
1.Runde aus.
2003: Früh in der Saison wurde
Christian Wilhelmsson an den RSC Anderlecht
verkauft. Stabæk wurde ein Absturz in die 2.Liga prophezeit,
aber es kam
glücklicherweise ganz anders. Martin Andresen, der bislang nur
durchschnittliche Leistungen gezeigt hatte,
entwickelte sich zum Spielmacher und Star, und wurde sogar
Kapitän der
norwegischen Nationalmannschaft. Mit dem 3. Platz in der Meisterschaft
wiederholte man
das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte aus der Saison 1998, und
qualifizierte sich
zum dritten Mal für den Europacup.
2004: Die Saison begann und endete mit
einer Hiobsbotschaft. Der große
Star und Kopf der Mannschaft, Martin Andresen, wurde zu Beginn der
Saison an die
Blackburn Rovers ausgeliehen. Er kehrte zwar im Sommer zurück,
aber konnte den
Absturz in die 2.Liga auch nicht mehr verhindern. Die vielen jungen
Spieler im Kader
konnten nie an die Leistungen der Vorjahres-Saison anknüpfen,
und so wurde
Stabæk in der Liga nur Vorletzter und stieg ab. Im Pokal
erreichte man dafür
das Halbfinale, wo man unglücklich zu Hause nach
Verlängerung gegen Brann
Bergen verlor. Auch beim dritten Auftritt im Europacup qualifizierte
man sich wieder
für die 1.Runde, indem man Haka Valkeakoski in der Quali
(3:1/3:1) ausschaltete,
die in dieser Saison immerhin Finnischer Meister wurden. Dafür
ging man dann in der
1.Runde sang- und klanglos (0:4/0:5) gegen den FC Sochaux unter.
2005: Fast problemlos gelang der direkte
Wiederaufstieg. Die Verpflichtung des Schweden
Jan Jönsson als neuen Trainer stellte sich als
Glücksgriff heraus. Stabæk
wurde fast ungefährdet Zweitliga-Meister, schoss die meisten
Tore, kassierte die
wenigsten Gegentore, nur 3 Niederlagen und stellte mit Daniel Nannskog
(27 Saisontore) den
Torschützenkönig der Liga. Neben Nannskog erwies sich
auch Jesper Jansson
(von Helsingborg) als Verstärkung, denn er konnte Martin
Andresen (zu Brann Bergen)
als Spielmacher vollwertig ersetzen. Der Verlust einiger
Großverdiener im Team
vor der Saison wurde fast gar nicht bemerkt, weil u.a. die jungen
Skjønsberg (22),
Holmvik (20), Poljac (20) und Hauger (20) eine starke Saison spielten
und zu
Leistungsträgern wurden. In der Sommerpause lockte
Jönsson noch seine beiden
Landsleute Markus Karlsson (von Rot-Weiß Essen) und Joakim
Persson (von Hansa
Rostock) zu Stabæk und so wurde der Aufstieg
schließlich souverän nach
Hause gebracht.
2006: Die Erfolgsgeschichte unter
Trainer Jan Jönsson ging nahtlos weiter.
Als Aufsteiger erreichte man Platz 5 in der 1.Liga. Dabei sah es lange
sogar so aus,
als sei in dieser Saison noch mehr drin, denn man lag lange auf Platz
3. Erst eine kleine
Negativserie am Saisonende, u.a. mit Niederlagen gegen die Spitzenteams
Rosenborg und Brann
sorgte dafür, dass man den UEFA-Cup doch noch knapp verpasste.
Trotzdem wird diese
Saison lange unvergessen bleiben, denn Stabæk stellte in der
Torschützenliste die
Plätze 1 und 2. Torschützenkönig der
norwegischen Eliteliga wurde Daniel
Nannskog (19 Tore) und Zweiter direkt hinter ihm wurde Veigar Pall
Gunnarsson (18 Tore). Mit
53 Toren schoss man die meisten Tore der norwegischen Eliteliga, sechs
mehr als Meister
Rosenborg (47). Der letztjährige Spielmacher Jesper Jansson
konnte dem Team alters- und
verletzungsbedingt nicht mehr weiterhelfen, aber im Mittelfeld sorgten
drei Spieler
dafür, dass er sportlich kaum vermisst wurde. Tommy Stenersen
war mit 12 Torvorlagen
bester Vorbereiter der norwegischen Eliteliga. Der kleine Brasilianer
Alanzinho schaffte
endlich den Durchbruch und spielte den Gegnern Knoten in die Beine (2
Tore, 3 Vorlagen). Der
im Juni verpflichtete Somen Tchoyi entpuppte sich als Volltreffer und
präsentierte sich
als sehr zweikampfstark und torgefährlich (3 Tore, 4
Vorlagen). Natürlich war
auch die starke Abwehr ein Grund für den Erfolg. Herausragend
war hier vor allem
I.A.Olsen, der in allen norwegischen Medien
notenmäßig zu den Topspielern
der Liga gezählt wird.
2007:
Auch das dritte Jahr unter Jan Jönsson war eine einzige
Erfolgsgeschichte, in der nur das absolute Happy End verpasst wurde. Stabæk
wurde zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte Norwegischer Vizemeister
und im Pokal schied man erst im Halbfinale gegen Lillestrøm
aus.
Mit Alanzinho und Somen Tchoyi stellte man die beiden besten
Mittelfeldspieler der Liga (Alanzinho wurde zum besten
Mittelfeldspieler des Jahres gewählt), und mit Daniel Nannskog
und
Veigar Pall Gunnarsson erneut das beste Stürmerduo der Liga.
Nannskog traf wie im letzten Jahr insgesamt 19 Mal ins Netz, was in
diesem Jahr aber "nur" zu Platz 2 in der Torschützenliste
reichte.
Gunnarsson war mit 15 Saisontoren und 17 Torvorlagen der Topscorer der
norwegischen Eliteliga. Dafür verantwortlich, dass
nicht Stabæk
sondern Brann Bergen Meister wurde, war wohl vor allem, dass die beiden
direkten Duelle unglücklich verloren wurden, denn am Ende
fehlten
genau jene sechs Punkte zum Titel. Auch
zuschauermäßig zeigt
die Kurve ganz klar nach oben. Mit 5.500 Zuschauern im Schnitt stellte
man ebenfalls einen neuen Klubrekord auf, und verbesserte die alte
Bestmarke aus der letzten Saison noch einmal um 10%. Im Herbst
kommenden Jahres soll die neue Arena fertig sein und dürfte
noch
einen weiteren Schritt nach vorn bedeuten. Entscheidend für
die
Zukunft dürfte jetzt sein, ob man das magische
Offensiv-Quartett
und Trainer Jönsson, auf die natürlich inzwischen
zahlreiche
andere Klubs aufmerksam geworden sind, halten kann.
2008:
In der
vierten Saison unter Jan Jönsson gab es das
vorläufige Happy
End. Erstmals in der Vereinsgeschichte wurde Stabæk
Norwegischer Meister, durch einen fulminanten 6:2-Heimsiege am
vorletzten Spieltag, ausgerechnet noch gegen Lokalrivale
Vålerenga Oslo. Auch in der vierten Saison der
"Jönsson-Ära" gab es haufenweise
Superlative. Stabæk
schoss die meisten Tore der norwegischen Eliteliga, kassierte die
wenigsten Gegentore, schaffte die meisten Siege und kassierte die
wenigsten Niederlagen. Dazu stellte Stabæk
mit Daniel Nannskog (16 Saisontore) auch wieder einmal den
Torschützenkönig, und auch Platz 2 ging in Person von
Johan
Andersson (12 Saisontore) an Stabæk.
Bei den Vorlagengebern ist Veigar Pall Gunnarsson mit 14 Torvorlagen
wieder die Nr.1 der norwegischen Eliteliga. Den besten Spieler der
Saison stellte Stabæk
in Person des brasilianischen Dribbelkünstlers Alanzinho auch
noch. Alanzinho wurde
offiziell vom Norwegischen Fußballverband auf einer Gala zum
besten Spieler 2008 der "Tippeliga" gewäht. Die beiden anderen
nominierten Spieler für diesen Preis waren übrigens
auch Stabæk-Spieler
(Nannskog und Gunnarsson). Auch die norwegische Nationalmannschaft
kommt neuerdings an Stabæk
nicht vorbei: Mit Jon Knudsen, Henning Hauger und Morten
Skjønsberg gaben im Herbst 2008 gleich
drei Stabæk-Spieler
ihr Debüt für Norges Nationalteam. Neben vielen,
vielen
Höhepunkten und Glanzlichtern gab es natürlich auch
ein paar
Negativerlebnisse (1:4-Schlappe im Pokalfinale gegen
Vålerenga,
bitteres UEFA-Cup-Aus in der Quali gegen Stade Rennes), so dass man
für 2009 auch noch neue Ziele hat.
2009:
Auch die fünfte Saison unter Jan Jönsson war ein
Erfolg. Auch
wenn der Meistertitel nicht verteidigt werden konnte, reichte es nach
mittelmäßigem Start immerhin noch zu Platz 3 in der
Abschlusstabelle, was bedeutet, dass Stabæk
auch im Sommer 2010 an der Qualifikation zur Europa League teilnehmen
darf. Vor der Saison verlor man die beiden Spielmacher. Veigar Pall
Gunnarsson, der in den beiden Jahren zuvor jeweils die meisten
Torvorlagen der gesamten norwegischen Eliteliga gegeben hatte,
wechselte nach Frankreich zu AS Nancy. Alanzinho, der 2008 zum besten
Spieler der "Tippeliga" gewählt wurde, wechselte für
ca. 4
Millionen Euro zu Trabzonspor. Ein Grund für den Erfolg 2009
war
es, dass man diese beiden Lücken einigermaßen gut
schließen konnte. Der Japaner Daigo Kobayashi, der Alanzinho
auf
der linken Offensivseite ersetzte, gab die meisten Torvorlagen (6)
bei Stabæk
und
schoss die zweitmeisten Tore (8). Der neue Sturmpartner von Daniel
Nannskog, sein Landsmann Fredrik Berglund, entwickelte sich zum
Publikumsliebling und erzielte 6 Saisontore, die drittmeisten
bei Stabæk.
Die meisten Saisontore für Stabæk
erzielte natürlich wiederum Daniel Nannskog. Mit 15
Saisontoren
reichte es allerdings diesmal nicht zur Torjägerkrone, sondern
"nur" zu Platz 4. Eine überragende Saison spielte wiederum
Keeper
Jon Knudsen, der sich inzwischen auch zum unumstrittenen Keeper der
norwegischen Nationalmannschaft entwickelt hat. Auch Henning Hauger und
Jon Inge Høiland gehörten in dieser Saison
ständig zum
norwegischen Nationalteam. Im Pokal war in diesem Jahr im Viertelfinale
Endstation (1:3 beim späteren Pokalsieger Aalesunds FK). In
der
Qualifikation zur Champions League überstand man die 1.Runde
souverän gegen KF Tirana (1:1 A, 4:0 H), scheiterte dann aber
knapp gegen FC Kopenhagen (1:3 A, 0:0 H). In der
anschließenden
Quali zur Europa League war man gegen den FC Valencia (0:3 H, 1:4 A)
total chancenlos.
2010: Am Ende der
sechsten Saison unter Jan Jönsson sollte mit Platz 12
die zweitschlechteste Platzierung von Stabæk in der
Erstligageschichte stehen.
Relativ früh stand fest, dass Jönsson zur Saison 2011
zu
Rosenborg Trondheim wechseln wird und nach dieser Meldung war bei Stabæk
irgendwie für den Rest der Saison die Luft 'raus. In der
Saison 2010 kam Stabæk lediglich auf 11 Siege,
demgegenüber stehen bei 6 Unentschieden ganze 13 Niederlagen. In der Abstiegssaison
2004 hatte es zuletzt
so wenig Siege und so viele Niederlagen in einer Saison gegeben. Ein
Grund für die schlechte Saisonleistung war sicherlich die
Heimschwäche: 7 Heimsiegen stehen 6 Heimniederlagen
gegenüber. Aber auch große Verletzungsprobleme
prägten
diese Saison. Toptorjäger Daniel Nannskog war fast die gesamte
Saison über verletzt und kam nur auf 11 Einsätze. Mit
Pontus
Farnerud, Johan Andersson, Morten Skjønsberg
und Veigar Pall Gunnarsson fielen weitere Leistungsträger
über einen großen Zeitraum während der
Saison aus.
Durch die eher dürftigen Leistungen verschlechterte sich auch
der
Zuschauerschnitt bei Stabæk
wieder deutlich. Mit durchschnittlich knapp 8.000 Zuschauern waren es
in dieser Saison fast 1.500 Besucher weniger pro Spiel im Vergleich zur
letzten Saison. Aber es gab natürlich auch positive Aspekte in
dieser Saison: Jon Knudsen und Henning Hauger, der in allen 30
Ligaspielen auf dem Spielfeld stand, waren die beiden wichtigsten
Leistungsträger und erkämpften sich so einen
Stammplatz in
der norwegischen Nationalmannschaft. Trotz Verletzungsproblemen war die
Rückkehr von Veigar Pall Gunnarsson ein Erfolg, ihm gelangen
immerhin 10 Saisontore und 10 Vorlagen. Pontus
Farnerud verpasste durch Verletzungsprobleme ebenfalls einige Spiele,
gehörte notenmäßig aber trotzdem zu den
besten Spielern
der norwegischen Eliteliga. Mit Vegar Hedenstad (19) und Mikkel
Diskerud (20) gelang zwei Youngstern aus der eigenen Jugend der Sprung
in die Stammelf und mit Jørgen Hammer (19)
steht der nächste hochtalentierte Youngster schon bereit. Im
Pokal
kam in dieser Saison bereits in der 3.Runde das Aus: Zu Hause gegen
Drittligist FK Tønsberg
unterlag man im Elfmeterschießen. Auch das
diesjährige
Abenteuer Europa-League war schon wieder beendet, bevor es richtig
angefangen hatte. Der weißrussische Spitzenklub Dnepr Mogilev
war
in der zweiten Quali-Runde eine Nummer zu groß (2:2 H, 1:1
A).
2011: Mit
Jörgen Lennartsson (zuletzt Trainer der schwedischen
U21-Nationalmannschaft) ging Stabæk also
mal wieder mit einem schwedischen Trainer in eine Saison. Am
Ende einer mittelmäßigen Saison mit großen
finanziellen Sorgen stand ein mittelmäßiger 10.
Tabellenplatz in der norwegischen Eliteliga. Wie in der
Saison 2010 kam Stabæk insgesamt auf 11 Siege,
demgegenüber stehen bei 6 Unentschieden 13
Niederlagen.
Im Frühjahr hatte es dabei teilweise ganz positiv ausgesehen.
Ende
Mai stand man sogar zwischenzeitlich auf dem zweiten Tabellenplatz.
Aber als die finanziellen Sorgen des Klubs öffentlich bekannt
wurden, und mit Henning Hauger (Hannover 96) und Veigar Pall Gunnarsson
(Vålerenga Oslo) zwei der wichtigsten
Leistungsträger im
Sommer abgegeben werden mussten, wurde aus einer positiv aussehenden
Saison eine Achterbahnsaison, die schließlich im Mittelfeld
der
Tabelle endete. Im Herbst wurde dann noch bekannt gegeben, dass man
zukünftig auch den Spielbetrieb in der Telenor Arena
finanziell
nicht mehr stemmen kann und deshalb in der kommenden Saison wieder im
Nadderud Stadion spielen muss (oder darf). Aus sportlichen
Gründen
scheint es jedenfalls nicht das Schlechteste zu sein, war man doch in
der Saison 2011 mit 7 Heimniederlagen das zweitschlechteste Heimteam
der Liga. In der Auswärtstabelle der Saison 2011 steht man
dagegen
mit 5 Auswärtssiegen auf dem vierten Platz. Obwohl er nur eine
halbe Saison für Stabæk
gespielt hat, war Veigar Pall Gunnarsson mit 9 Saisontoren trotzdem
wieder Stabæks
Toptorjäger und mit zusätzlich 5 Vorlagen auch wieder
der
Topscorer. Von den Neuzugängen schlug nur Alain Junior
Ollé
Ollé (kam vom SC Freiburg) mit 7 Saisontoren und 2
Torvorlagen
wirklich ein. Ansonsten überzeugten auch die Youngster
Hedenstad
(20), Hammer (20) und Diskerud (21, der wiederum in allen 30
Saisonspielen zum Einsatz kam), sowie der Isländer Palmi
Palmason
mit 8 Saisontoren. Im Pokal war die Saison bereits in der 3.Runde
beendet, als man bei Zweitligist Hønefoss BK verlor. Am
Saisonende wurde zu allem übel auch noch verkündet,
dass
ebenfalls auch finanziellen Gründen zahlreiche
Verträge nicht
verlängert bzw. sogar gekündigt werden. Auch Trainer
Jörgen Lennartsson verlässt Stabæk nach
nur einer Saison schon wieder, in Richtung seiner Heimat zu IF Elfsborg.
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