(aus Budstikka) Nach 11 Jahren Stabæk hat Christian Holter mit dem Aufstieg 2005 seine aktive Karriere als Fußballer beendet. Jetzt soll er noch dafür sorgen, dass Stabæks zweite Mannschaft in die 3.Liga aufsteigt. "Ja, für Stabæk als Klub ist es wichtig, dass die Spieler ein gutes Spielangebot bekommen. Deshalb ist es wichtig, dass die zweite Mannschaft in die 3.Liga aufsteigt", sagte Christian Holter der norwegischen Lokalzeitung »Budstikka«. Der 33-jährige hatte in dieser Saison nicht viele Einsätze im Zweitliga-Team, nur sechs Mal durfte er in der Anfangself stehen. Insgesamt hat er 263 Liga- und Pokalspiele für Stabæk absolviert. Im Laufe seiner 11 Jahre bei Stabæk hat er 27 Tore für die Blauen erzielt, die meisten davon vom Elfmeter-Punkt. Sein legendärstes Tor war wohl sein Tor aus 60 Metern beim 2:2-Unentschieden gegen Tromsø im Jahr 2003. Holter selbst erinnert sich am liebsten an ein anderes Tor: Das Tor zum 4:4 in der Nachspielzeit zu Hause in Nadderud gegen Rosenborg in der Saison 1996. Sein Schuss aus 16 Metern war knallhart und unhaltbar für Rosenborg-Keeper Jørn Jamtfall. Im gleichen Spiel erzielte Stabæks jetziger Co-Trainer Petter Belsvik sein 100. Tor in der norwegischen 1.Liga. "Wir haben in dieser Woche zwei Mal gegen Rosenborg gespielt. Erst haben wir sie mit 4:2 aus dem Pokal geworfen, dann haben wir 4:4 gegen sie in der Liga gespielt. Ich erinnere mich daran, dass Ingebrigt Steen Jensen gesagt hat, dass dieses Tor mehrere hundert Tausend Kronen wert war. Aber ich habe das Geld niemals gesehen", lächelte Christian Holter. Er gehörte bei Stabæk nie zu den Spitzenverdienern. Als er 1995 für den frisch gebackenen Aufsteiger unterschrieb, bekam er 8.000 Kronen (ca. 1.000 Euro) im Monat. "Das ist wohl immer so. Loyale Klubspieler wie ich gehören nie zu den Spitzenverdienern. Ich bin sehr zufrieden damit, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, Fußball als Beruf ausüben zu dürfen", sagte Holter, der als 16-jähriger sein erstes Spiel im Seniorenbereich für Asker absolvierte. Der Abschied am Sonntag beim letzten Saisonspiel zu Hause gegen Pors Grenland (8:1) war wehmütiger, als er es erwartet hatte. Eine halbe Stunde vor Schluss wurde er für Kapitän Mike Kjølø eingewechselt, der dabei Holter die Kapitänsbinde übergab. "Ich hätte nicht geglaubt, dass das so wehmütig werden würde. Besonders nach dem Spiel war es komisch zu sehen, wie mich die Supporter gehuldigt haben. Ich war sehr gerührt", sagte Christian Holter. "Nachdem ich bekannt gegeben habe, dass ich aufhören werde, wurde sehr viel Nettes gesagt und geschrieben. Das schätze ich sehr", sagte Holter weiter. Einen Tag vorher war Holter bei der zweiten Mannschaft im Einsatz, um den Aufstieg in die 3.Liga zu sichern, an diesem Sonntag verabschiedete er sich von der ersten Mannschaft als Kapitän. Es wird allerdings keinen endgültigen Abschied von Stabæk geben, denn er wird für Stabæks Gesellschaft »Alle gutta« arbeiten. "Darauf freue ich mich. Und dann freue ich mich darauf, Stabæk in der nächsten Saison in der 1.Liga von der Tribüne aus zu verfolgen", sagte Christian Holter. |