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Am Sonntag Nachmittag ging es ins alte Olympiastadion, das für die Olympischen Sommerspiele 1912 gebaut wurde. Das Stockholms Stadion, wie es auch genannt wird, liegt im Stadtteil Östermalm, ist sehr gut erhalten, hat seinen ursprünglichen Charakter von 1912 erhalten und fasst derzeit noch etwas mehr als 14.000 Zuschauer. Von 1912 und bis 1936 war es die fußballerische Heimat von AIK. Seit dem Umzug von AIK 1937 ins neue Nationalstadion nach Solna ist es die Heimat von Djurgårdens IF. Vom Hauptbahnhof (T-Centralen) in Stockholm sind es nur zwei Stationen mit der U-Bahn bis zur Station "Stadion". In unmittelbarer Nähe des Stadionareals liegen Sporthochschule, Technische Hochschule und Universität. Für 2014 plant DIF allerdings den Umzug in eine neugebaute Arena, ebenfalls in Östermalm. Vor dem Spiel wurde noch die Heimat von DIF, der Stadtteil Djurgården ausführlich erkundet. Bei erneut herrlichem Sommerwetter (blauer Himmel und wieder mehr als 30°C) ging es per Fähre von Insel zu Insel im "Venedig des Nordens", wie Stockholm zu Recht genannt wird. Die Halbinsel Djurgården ist dabei perfekt für einen Sommerausflug geeignet, mit dem Vasa-Museum, wo das 1628 auf seiner Jungfernfahrt gesunkene Prachtschiff sehr gut erhalten zu sehen ist, mit dem "Gröna Lund Tivoli", einem großen Freizeitpark mit Achterbahn, Kettenkarussell usw. und auch einem "Tirolerpark", wo man im Biergarten sein Weißbier trinken kann und auch mit dem riesigen Freilichtmuseum "Skansen", wo man neben authentischen Häusern, Möbeln, Werkzeugen aus der schwedischen Geschichte auch lebendige Elche, Rentiere und Braunbären sehen kann (bisher hatte ich gedacht, dass es Elche in Schweden nur als Stofftiere gibt). Eine fantastische Atmosphäre herrschte 74 Minuten lang (bis zum 0:2) im alten Olympiastadion von Stockholm. Neben dem schönen Wetter und dem schönen Stadion sorgten vor allem die Anhänger der Gastgeber im ca. zu 2/3-gefüllten Rund für eine sehr gute Stimmung. Besonders die Wechselgesänge zwischen den aktiven Anhängern auf der Gegenseite und der Haupttribüne sorgten zeitweise für Gänsehautgefühl. Die etwa 50 Gästefans beschränkten sich weitgehend darauf, sich in der Sonne zu aalen. Nur nach dem Tor zum 0:2 hörte man zaghafte Gesänge aus dem Gästeblock. Die Spieler der Gastgeber lieferten dagegen eine sehr sehr schwache Leistung ab und die Gäste aus Kalmar spielten sehr clever und siegten hochverdient 2:0. Eigentlich hätte der Auswärtssieg viel höher ausfallen können, aber der beste Spieler der Heimelf und Publikumsliebling, Keeper Pa Dembo Touray, verhinderte mit einer engagierten Leistung Schlimmeres für die Gastgeber. Der 1,98 m große und 105 kg schwere Torhüter zeigte sich vor allem in 1:1-Situationen bärenstark, was auch nötig war, denn mehr als nur einmal wurde ein Angreifer der Gäste schön freispielt und tauchte alleine vor dem Tor auf. Djurgårdens IF kommt ursprünglich aus Djurgården (= Tiergarten), einem Stadtteil im Osten von Stockholm. Man wurde bislang 11 Mal Schwedischer Meister (das letzte Mal 2005) und 4 Mal Schwedischer Pokalsieger (das letzte Mal ebenfalls 2005). Nachdem DIF zu Beginn des neuen Jahrtausends zu den schwedischen Spitzenklubs mit u.a. den Meistertiteln 2002, 2003 und 2005 gehörte, gibt es seit der Saison 2008 einen sportlichen Abstieg. Der mittelmäßigen Saison 2008 folgte Abstiegskampf 2009, wo DIF erst in den Relegationsspielen gegen den Dritten der 2.Liga den Klassenerhalt sichern konnte. In dieser Saison sieht es kaum besser für DIF aus. Zurzeit, nach etwa der Hälfte der Saison, liegt man zwar auf dem 11. Platz, hat aber gerade einmal drei Punkte Vorsprung vor dem Tabellenletzten. Die Gäste von Kalmar FF können noch nicht so viele Erfolge wie die Gastgeber aus Stockholm vorweisen. 2008 war der bisherige Höhepunkt der Vereinsgeschichte, als man erstmals Schwedischer Meister werden konnte. Dazu kommen drei Pokalsiege 1981, 1987 und 2007. Zwischen 1949 und 1955 spielte man erstmals vier Jahre lang in der schwedischen Eliteliga (Allsvenskan). Nach einigen Jahren in der Versenkung gelang erst 1976 wieder der Aufstieg in die Allsvenskan und es folgte ein relativ erfolgreiche Zeit mit den beiden Pokalsiegen. 1985 verschwand man aber wieder in der Versenkung und wurde zwischenzeitlich bis in die 3.Liga durchgereicht. Erst 2003 gelang wiederum der Aufstieg in die 1.Liga und KFF hält sich seitdem relativ erfolgreich dort. |
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