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2.Bundesliga 10/11 - Samstag, 20.November 2010, 13.00 Uhr
VfL Bochum - FC Ingolstadt (1:2) 1:4

Spielort: Ruhrstadion, Bochum
Zuschauer: 9.609
VfL: Luthe - Concha, Maltritz, Mavraj (58.Fabian), Kopplin - Vogt, Johansson - Freier, Federico (46.Grote) - Saglik, Jong
FCI: Kirschstein - Pisot, Matip, Bambara, Fink - Metzelder, Karl - Buchner, Gerber (67.Wohlfarth) - Mo.Hartmann (74.Futacs), Leitl (83.Dedola)
Tore:
0:1 Gerber (2., Kopfball, Vorarbeit Buchner),
0:2 Leitl (9., Linksschuss, Kirschstein),
1:2 Jong (22., Linksschuss, Saglik),
1:3 Leitl (56., Linksschuss, Kirschstein),
1:4 Leitl (66., Rechtsschuss, Buchner)
Schiedsrichter: Thorsten Schriever (Dorum)



Chong Tese

Ostkurve

Ostkurve

Bochumer

Ostkurve

Ostkurve

Ostkurve + Block A

Block A

Für mehr Heiterkeit!

Einlauf Teams

Einlauf Teams

Gästeblock

Bochumer

Freistoß 1.Halbzeit

Christoph Dabrowski

Videowand

Frustbewältigung

ausgelassener Jubel(?)

Seit 27 Jahren besuche ich nun die Spiele des VfL Bochum und schon oft glaubte ich, den negativen Höhepunkt erlebt zu haben. Aber als VfL-Bochum-Anhänger lernt man mit der Zeit auch demütig zu sein, weil es immer noch schlimmer kommen könnte und dann auch letztendlich wirklich so kommt. Als selbsternannter Aufstiegsaspirant traf man am heutigen 13. Spieltag im heimischen Ruhrstadion auf den abgeschlagenen Tabellenletzten, den FC Ingolstadt, der vor diesem Spiel mit bislang nur einem Saisonsieg und insgesamt vier Punkten wie ein sicherer Absteiger aussah, auch wenn man die meisten Spiele nur knapp und zum Teil äußerst unglücklich verlor.

Zwar fehlten mit den suspendierten Aydin, Dedic, Maric und Yahia sowie dem gelbgesperrten Kapitän Dabrowski einige wichtige Spieler, aber wer geglaubt hatte, ein hochmotiviertes VfL-Team zu sehen, das mit einem überzeugenden Heimsieg gegen eine der vielleicht schlechtesten Mannschaften der Liga wieder den Anschluss nach oben finden will, der wurde gleich nach wenigen Minuten eines Besseren belehrt. Nach gespielten zehn Minuten stand es bereits 2:0 für den Tabellenletzten, nach zwei schlimmen Abwehrpatzern von Kopplin (2.) und Mavraj (9.), die wieder einmal mehr an Slapstick als an professionelles Defensivverhalten erinnerten. Der kurzzeitigen Schockstarre folgte eine Drangphase der Gastgeber, die prompt zum Anschlusstor von Chong Tese nach 22 Minuten führte.

Kurz nach der Pause gab es erneut eine kultige Slapstick-Einlage von Mavraj und Maltritz. Das 3:1 von Leitl war fast eine Kopie des zweiten Tores der Ingolstädter. Dabei stolperte, wiederum nach einem weiten Abschlag von FCI-Keeper Kirschstein, die Defensive des VfL und wiederum stand Leitl völlig frei vor Luthe und schob clever ein. Eigentlich fehlte bei den Defensivaktionen der Gastgeber teilweise nur die "Benny-Hill-Musik", um das Ganze noch besser zu untermalen. Nach dem 1:3 gab es kein Aufbäumen oder Dagegenhalten der Gastgeber, sondern die Gäste durften jetzt sogar wie im Training kombinieren (auch im Strafraum der Gastgeber), kamen aber nur noch zu einem weiteren Tor, dem dritten an diesem Tag von Kapitän Stefan Leitl, der sicherlich der Mann des Tages war.

Das heutige Spiel gegen den FC Ingolstadt war das allererste Duell der beiden Klubs. Entstanden ist der FC Ingolstadt im Jahre 2004, durch die Ausgliederung der Fußballabteilungen der Vereine MTV Ingolstadt und ESV Ingolstadt. Beide Vorgängervereine, sowohl der MTV (1978-1980) als auch der ESV (1979-1981), spielten schon einmal in der 2. Bundesliga, und nachdem beide in der Bedeutungslosigkeit verschwunden waren, gründete man 2004 einen gemeinsamen Ingolstädter Fußballklub, um mit der Hilfe des ortsansässigen Autobauers, der dem Klub sogar ein schickes, neues Stadion baute, an alte Erfolge anzuknüpfen und irgendwann an die Tür zur 1.Bundesliga zu klopfen. Das gelang relativ schnell, denn bereits 2006 stieg man in die drittklassige Regionalliga Süd und 2008 erstmals wieder in die 2.Bundesliga auf, um aber nach nur einem Jahr wieder in die 3.Liga abzusteigen. In der Saison 09/10 gelang der 3.Platz in der 3.Liga und durch zwei Siege in der Relegation gegen Hansa Rostock (1:0 H, 2:0 A) gelang der direkte Wiederaufstieg in die 2.Bundesliga.